Ein Wes-Anderson-Wunderland ist in London gelandet
Das Design Museum eröffnet eine spektakuläre Retrospektive voller Exzentrik.
Satte Farben, extravagante Kostüme und zuckersüße Kulissen voller Exzentrik – Wes Anderson-Aficionados erkennen diese akribisch komponierten Vignetten schon aus weiter Entfernung. Und jetzt bekommt London den kompletten Zugriff. The Design Museum hat seine große neue Ausstellung „Wes Anderson: The Archives“ eröffnet – eine wegweisende Retrospektive auf einen der meistgeliebten Regisseure des Kinos.
Im Inneren ziehen über 700 Artefakte die Besucherinnen und Besucher direkt in Andersons Universum – darunter Originalskizzen, Kostüme, Polaroids, fiktive Bücher, Kunstwerke und Dutzende von Stop-Motion-Puppen (inklusive George Clooneys Fantastic Mr. Fox-Figur). Modefans erkennen Margot Tenenbaums ikonischen Nerzmantel von Fendi auf den ersten Blick, getragen von Gwyneth Paltrow in The Royal Tenenbaums (2001), während Designliebhaber das detailverliebte, bonbonrosa Modell des Grand Budapest Hotel bewundern können. Intim und unwiderstehlich kuratiert – so nah kommt man Andersons Welt nur hier.
Die Ausstellung markiert die erste Präsentation der Archive des Regisseurs im UK nach ihrer Premiere in Paris und führt Andersons Karriere in die Gegenwart, mit Material aus seinem neuesten Spielfilm The Phoenician Scheme (2025). Mehr als zwei Dutzend Objekte aus dem Film sind zu bestaunen – von einer Dunhill-Pfeife bis zu einem juwelenbesetzten Dolch der zeitgenössischen Künstlerin Harumi Klossowska de Rola.
Für echte Wesophile geht das Erlebnis weit über Vitrinen und Erinnerungsstücke hinaus. Das Museum zeigt eine Reihe von Screenings, darunter eine seltene Vorführung von Andersons ursprünglichem Kurzfilm Bottle Rocket (1993), dem 14-minütigen Werk, das später zu seinem ersten Langfilm wurde – mit Langzeitkollaborateur Owen Wilson in der Hauptrolle. Besucherinnen und Besucher können außerdem Hotel Chevalier (2007), das Prologkapitel zu The Darjeeling Limited, und Castello Cavalcanti (2013), entstanden in Zusammenarbeit mit Prada, sehen.
Über drei Jahrzehnte hinweg hat der Regisseur still und leise Tausende von Objekten aus seinen Sets gesammelt – von Requisiten und Kostümen bis hin zu Materialien aus der Entstehungsphase. Diese Ausstellung, entstanden in Zusammenarbeit mit La Cinémathèque Française und dem Design Museum, mit direkter Beteiligung Andersons, ermöglicht eine seltene, unmittelbare Begegnung mit den Stücken, die seine Filmsprache geprägt haben. Für Cinephile, Modeliebhaberinnen und Designbesessene gleichermaßen bedeutet der Eintritt in diese Archive das Betreten einer Welt, in der jedes Detail zählt – denn in Andersons Universum tut es das immer.
Die Ausstellung ist im Design Museum vom 21. November bis zum 26. Juli 2026 zu sehen.
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