Lerne die Designerin hinter Katseyes maßgeschneiderten Adidas-Tour-Sneakern kennen
Katie Qian hat den einzigartigen Style der Gruppe für ihre Debüt-Tour zum Leben erweckt.
Katseyes „Beautiful Chaos“-Tour war einer der letzten großen Fashion-Momente des Jahres. Die perfekt aufeinander abgestimmten Outfits der Girls lassen ihre Persönlichkeiten jedes Mal lebendig werden, aber dasSchuhwerkstach auf dieser Tour besonders ins Auge. Nacht für Nacht trug die Girlgroup maßgefertigteadidas-Stiefel auf der Bühne – inspiriert von Vintage-Boxing-Silhouetten und Retro-Styles.
Entworfen von Stylistin Katie Qian, entstanden zwei Varianten kniehoher Stiefelwaren bei allen 16 Tour-Terminen in Dauerschleife im Einsatz. Grungige, mit Fell verzierte Paare trafen auf bunte, metallische Versionen in Blau-, Grün- und Pinktönen. In enger Zusammenarbeit mit adidas fangen Qians Designs den Style aller sechs Katseye-Mitglieder perfekt ein – und zementieren den Status der Gruppe als einige der größten Fashion-Ikonen ihrer Generation.
Wir haben mit Qian über alles rund um Katseye, Vintage-Schuhe und ihre wichtigsten Design-Inspirationen gesprochen. Scroll weiter, um mehr über das Mastermind hinter den Custom-Looks der „Beautiful Chaos“-Tour zu erfahren.
Was waren deine wichtigsten Design-Einflüsse für die Stiefel?
Die Katseye-Girls selbst haben den Look dieser Stiefel maßgeblich inspiriert. In der „Gnarly“-Ära lieben sie edgy Looks mit viel Leder und Fell – genau das wollte ich ins Schuhwerk für die Tour übersetzen. Nachdem die Designs für die Tour-Outfits feststanden, wollten wir Schuhe kreieren, die diese Richtung aufgreifen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Außerdem haben sich die Girls beim Tanzen in den adidas „Japan“Sneakern, daher wollten wir diese Grundsilhouette aufgreifen und einen höheren Stiefel mit vielen spannenden Texturen entwickeln. Die Bühnentauglichkeit beeinflusst immer einen großen Teil des Designprozesses, weil die Girls extrem viel tanzen und Stunts performen.
Wie war es, mit den Katseye-Girls zu arbeiten?
Für mich ist es jedes Mal unglaublich aufregend, mit den Girls zu arbeiten! Sie sind fantastische Performerinnen und ich bin ein riesiger Fan von allem, was sie dieses Jahr gemacht haben – es ist einfach eine Freude, in irgendeiner Form dazu beizutragen. Persönlich habe ich das Gefühl, dass sich meine Ästhetik perfekt mit der von Katseye deckt, sodass ich mit ihnen Looks kreieren kann, die ich selbst absolut liebe. Mit einer Gruppe zu arbeiten ist außerdem eine ganz besondere Erfahrung, weil es sich anfühlt wie ein spannendes Puzzle: Man fügt die individuellen Styles und Vorlieben jeder Einzelnen so zusammen, dass es am Ende wie ein einheitliches, stimmiges Gesamtbild wirkt.
Wie bist du daran herangegangen, den persönlichen Style jeder Einzelnen in die Stiefel einfließen zu lassen?
Ein wichtiger Teil der Arbeit mit Katseye ist, jede einzelne Persönlichkeit kennenzulernen und in das einfließen zu lassen, was sie tragen. Alle haben einen tollen Geschmack und ganz eigene Styles – es macht riesigen Spaß, sie darüber besser kennenzulernen. Bei diesen adidas-Stiefeln teilen alle Girls dieselbe Grundsilhouette, in der sie sich beim Tanzen am wohlsten fühlen, aber die Unterschiede entstehen durch die verschiedenen Materialien, Texturen und Nuancen, die wir eingesetzt haben.
Der Prozess mit dem adidas-Team war ein wirklich kollaborativer: Sie haben auf Basis meines Moodboards eine große Bandbreite großartiger Materialien gesourct. In einem Meeting sind wir alle Swatches durchgegangen und haben jedem Teil jedes Stiefels für alle sechs Styles konkrete Materialien zugeordnet. Am Ende haben wir die unterschiedlichen Designs jeder Einzelnen zugeteilt – je nachdem, was am besten zu ihren Tour-Looks passt und basierend auf meinem Wissen über ihre Vorlieben in Sachen Farbe und ob der Stiefel eher sleek oder maximalistisch sein sollte.
Hast du das adidas-Archiv als Referenz genutzt?
Ich war auf jeden Fall von den Vintage-Boxing-Boots von adidas inspiriert, die ich überall gesehen habe, und fand die Idee, etwas zu kreieren, das an deren Style und Form erinnert, unglaublich spannend. Außerdem habe ich viele weitere Inspirationsquellen und Visuals gesammelt – ein Mix aus Vintage, DIY und modernen Pieces. Die meisten Referenzen drehten sich um spannende Texturen und Material-Kombinationen. Mir war wichtig, dass die Stiefel erdig, gritty und organisch wirken. Es gab kein konkretes bestehendes Vorbild, aber eine sehr klare Vision in meinem Kopf – und ich bin dem adidas-Team wahnsinnig dankbar, dass sie diese besondere Idee zum Leben erweckt haben.
Mit ihnen zu arbeiten war ein absoluter Traum. Sie haben meine Vision sofort verstanden und all diese Inspirationen in etwas ganz Besonderes für die Tour verwandelt.
Kannst du dir vorstellen, neben dem Styling in Zukunft noch mehr zu designen?
Ich glaube schon, dass das Mitgestalten von Designprozessen und die visuelle Ausrichtung der Looks ein großer Teil von Styling ist – vor allem, wenn man viel mit Musiker:innen arbeitet, die Custom-Looks brauchen. Das macht mir total viel Spaß und wird auf jeden Fall weiterhin ein Teil meines Prozesses bleiben. Aber die eigentliche Designarbeit leisten Designer:innen und ihre Teams, die unermüdlich an der technischen Konstruktion aller Pieces arbeiten. In die echte Entstehung von Kleidung und Accessoires fließt so viel ein, was wir Stylist:innen nicht machen – und davor habe ich enormen Respekt.



















