Jonathan Anderson feiert sein Haute-Couture-Debüt bei Dior
Und das ist ein echter Frischekick für die Couture.
Florale Looks für den Frühling werden erst dann wirklich bahnbrechend, wenn sie von Jonathan Anderson umgesetzt werden. Der Designer hat soeben seine ersteCouture-Kollektion für Dior präsentiert – und sie wirkt wie ein frischer Luftzug.
Verankert in der natürlichen Welt, entfaltet sich die Kollektion in floralen Motiven, organischen Linien und skulpturalen Handtaschen und zieht leise Parallelen zwischen Haute Couture und den Systemen der Natur. Beide sind komplex, ständig im Wandel und entziehen sich eindeutigen Schlussfolgerungen. Anstelle von Spektakel um des Spektakels willen zeigt Anderson Couture als lebendiges Ökosystem – eine nahtlose Kollision beider Welten.
Für sein Debüt greift der Designer auf eine langjährige Faszination für vom Lauf der Zeit gezeichnete Objekte zurück. Fossilien, Textilien aus dem 18. Jahrhundert und Portraitminiaturen erscheinen nicht als kostbare Reliquien, sondern als Materialien, die in einer Art Kuriositätenkabinett neu interpretiert werden sollen. Laut Pressemitteilung ist „die Kollektion konstruiert wie eine Wunderkammer“.“
In einem poetischen Moment der kreativen Stabübergabe sammelte der ehemalige Creative Director John Galliano frische Cyclamen-Sträuße und überreichte sie Anderson. Diese Blüten ziehen sich durch die gesamte Kollektion, aus Seide geschnitten, begleitet von geschichteten Federn, die aus zerrissenem Chiffon und Organza entstehen. Geformte Handtaschen geben ihr Haute-Couture-Debüt für das Haus – als skulpturale Marienkäfer und Bienen, die die Fantasie in eine tastbare Realität übersetzen. Das ist ein mehr als willkommener Neustart der Couture bei Dior.
Werfen Sie oben einen Blick auf die Kollektion – und für noch mehr Fashion-Week-Highlights, lesen Sie unser FW26-Recap.














