Jacquemus zitiert Paloma Picasso für FW26
Die Kollektion „LE PALMIER“ in Paris präsentieren.
Jacquemus kehrte auf den Runway zurück – passend zur Paris Fashion Week, um dort seine Fall/Winter 2026 Kollektion einmal mehr im Picasso-Museum zu zeigen. Kurz nachdem die Marke ihre erste Markenbotschafterin aller Zeiten verkündet hatte (Spoiler: Es ist die Großmutter von Simon Porte Jacquemus – und es ist einfach großartig), präsentierte Jacquemus die Kollektion „LE PALMIER“ und griff für die Inspiration auf seine Archive zurück.
Mit einer Neuinterpretation jener geometrischen Formen, für die das Label berühmt wurde, erfindet die Kollektion ihre ikonischen Polka-Dots und Streifen neu und hebt die skulpturalen Designs auf ein völlig neues Niveau. FW26 markiert die Rückkehr der Fischschwanz-Silhouette, die sich in Mänteln, Anzügen und Accessoires wiederfindet.
Ebenso sehr von der Kindheit des Designers wie von den Markenarchiven geprägt, lässt sich „LE PALMIER“ vom Palmen-Pferdeschwanz seiner Tochter und von den Erinnerungen an Jacquemus’ frühe Jahre in Paris inspirieren. Die Kollektion lotet die Themen Spontaneität und Skulptur aus und präsentiert neue Varianten der Le-Valerie-Bag, dazu elastische Ballettschuhe, Cocktailkleider aus Seidenjersey und architektonisch konstruiertes Eveningwear.
Inspiriert von französischen Retrofilmen und Technicolor-Fernsehshows, ließ sich die Kollektion von Couture-Silhouetten der 1950er-Jahre und dem satirischen Humor der 1980er prägen und verschmilzt Supermodel-Sinnlichkeit mit augenzwinkernder Ironie. Haptik stand in dieser Saison (wie immer) im Mittelpunkt: Ausgewählte Looks zeigten kinetische Federstickereien, gezupfte Straußenfedern und Trompe-l’œil-Organza, dazu Pompons, Shearling-Intarsien und Details aus Hahnenfedern.
An anderer Stelle setzte die Kollektion ein zentrales Zeichen in Richtung der französischen Schmuckdesignerin Paloma Picasso: Der Closing-Look war eine direkte Hommage an ein ikonisches Foto von Picassos Tochter, aufgenommen von Helmut Newton im Jahr 1973.
Mit einer Neuinterpretation der frühesten Entwürfe des Designers für ein neues Publikum war die Kollektion erfüllt von selbstreferenziellen Pieces, künstlerischen Hommagen und skulptural anmutenden Designs – verankert in feinstem Handwerk und vor allem: purer Freude.
Entdecke die Kollektion oben – und für noch mehr Eindrücke von der Fashion Week, schau dir unser großes FW26-Recap an.


















