Coach FW26 zeigt, was es heute heißt, jung zu sein
Abgetragen, ausgefranst und verkratzt: Die Brand verzichtet auf cleanen Chic und setzt stattdessen auf eine rebellische Gegenkultur-Ästhetik.
Coach nahm uns mit auf eine Reise durch New York und darüber hinaus mit seiner Herbst/Winter-Kollektion 2026 Runway-Show . Inszeniert im The Cunard Building in Downtown NYC, war der klassische Stil der Heimatstadt der Brand sofort spürbar – diesmal jedoch mit einer raueren, zukunftsgewandten Attitüde. New Yorks aktuelles Lieblings-It-Girl, Odessa A’Zion, saß in der Front Row neben Quen Blackwell, Storm Reid und Elle Fanning, ein Vorgeschmack auf die moderne Muse von Coach.
Kreativdirektor Stuart Vevers zeigte eine Vision der heutigen Jugendkultur, die jenseits geografischer Grenzen existiert. Maßgeschneiderte Sportswear, Abendroben und abgetragene Jerseys spielten alle auf eine klassische amerikanische Geschichte an, fügten sich jedoch zu einem zeitgenössischen Mosaik zusammen, das weit darüber hinausweist. Die Pieces wirkten eingetragen, ausgefranst und abgenutzt – eine Ode an das Gefühl, jung, einfallsreich und kreativ zu sein. Anderswo wurden upcycelte Leder-Baseballhandschuhe zu nach innen gewendeten, taillierten Jacken kombiniert, die bedruckte Futterstoffe offenbarten, sowie zu hochgeschnittenen Karoröcken. Vevers’ Faszination für Vintage zieht sich durch die gesamte Kollektion; jeder Kratzer, jeder Riss wird als Liebesbotschaft eines früheren Besitzers gelesen.
Coach besann sich außerdem auf die Freude am Sich-Herausputzen mit einer Auswahl an Abendkleidern, inspiriert von den Hollywood-Silhouetten der 30er- und 40er-Jahre mit schmalen Taillen, gepolsterten Schultern und kunstvoll verzierten Cut-outs. Bei den Accessoires wurde die schmal proportionierte Kisslock Frame Bag so gestaltet, dass sie sich lässig unter die Schulter klemmen lässt, und in Heritage-Tönen wie Mandel, Ahorn sowie in karierten Wollvarianten gezeigt. Inspiriert von einem Archiv-Style zeigte sich die Turnlock Haversack in einer tiefen Silhouette mit Turnlock-Taschen und Kisslock-Pouches.
„Mit Handwerkskunst, die ein Gefühl von Geschichte in sich trägt, setzen wir ein Gespräch fort, das jugendliche Gegenkulturen über Jahrzehnte und Grenzen hinweg verbindet. Wir feiern die fortwährende Neuerfindung dessen, was es bedeutet, jung und nach vorn gerichtet zu sein“, schrieb Vevers in den Show Notes. Coach tauschte Glamour gegen Punk in dieser Melange aus Grunge, Streetwear und Tailoring – eine neue, gegenkulturelle Vision.
Entdeckt einige der Looks oben.
Außerdem hat Maison Margiela soeben den Link zu seinen digitalen Archiven kostenlos freigeschaltet.



















