Glenn Martens stürmt das Archiv für Diesel FW26
Eine subversive Hommage an „Successful Living“ – mit 50.000 Archivteilen aus der Brandgeschichte.
Dieselhat den Laufsteg gerade in einen forensischen Tatort aus fast 50 Jahren Partygeschichte verwandelt – für seineFall/Winter 2026-Kollektion, die bei derMilan Fashion Weekgezeigt wurde. Creative Director Glenn Martenssetzt voll auf die chaotische Energie des Morgens danach und liefert eine Garderobe für alle, die in einem zufälligen Hotelzimmer aufwachen und aussehen wie die „glorreichste Person aller Zeiten“. Indem das riesige Archiv des Labels geöffnet wird, präsentiert die Show eine immersive Installation aus 50.000 Archivstücken, die als lebendiges Protokoll des Diesel-Universums dienen.
Hier lebt die Kollektion vom bewusst „Falschen“. Zu sehen war Denim, dem mit permanenten Harzfalten eine Patina verpasst wurde, sodass er aussieht, als wäre er tagelang am Stück getragen worden. Jersey-Tops sind mit Doppellagen designt, damit sie wirken, als wären sie hochgeschoben und einfach übergeworfen, während „Monster“-Mäntel als patchworkartige Kollision leuchtender Farben und Texturen auftreten. Martens spielte zudem weiter mit Proportionen, destillierte übergroße Strickteile zu verknitterten Essentials und ergänzte funktionale Taschen am Saum von Hosen, die direkt über dem Schuh enden.
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Für alle Shoe- und Accessory-Heads war das Debüt der D-One Bag das große Gesprächsthema. Sie kommt mit Henkeln, die sich in mehrfach geschnallte Riemen verwandeln, die sich über den Körper ziehen – erhältlich in allem von Leder bis hin zu kristallbesetztem Denim. Das Schuhwerk bleibt pointiert mit einem skulpturalen, fast eingefassten Profil bei Pumps und Boots, während die neue „Closer“-Uhr den ersten Vorstoß der Marke in ein Unisex-Design markiert, das Hightech-Funktionalität mit schmuckinspirierten Details verbindet. Das Line-up rückt zudem „responsible“ Denim und upcycelte Materialien in den Fokus und beweist, dass die Diesel-Ästhetik ebenso sehr in die Zukunft weist, wie sie auf ihren Wurzeln von 1978 basiert.
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