Masha Popova FW26: Die Psychologie des Schlafzimmers in „Intimate Hours“
Eine sinnlich-düstere Kollektion, die die intimsten Stunden im Schlafzimmer erforscht.
Masha Popova legte einen neuen Lauf hin beider London Fashion Week – mit einer kompromisslos selbstbewussten, wunderbar ungezähmten Ode ans Schlafzimmer. Inspiriert von der düster-verführerischen Vampir-Stimmung aus Jim Jarmuschs Film von 2013Only Lovers Left Alive, servierte die Designerin eine Garderobe, geschaffen für Dämmerstunden und heimliche Obsessionen. Man kann mit gutem Recht sagen: Ihr Comeback im LFW-Zirkus ist mehr als willkommen.
Popova bewies echte Furchtlosigkeit im Umgang mit Textilien für ihreFall/Winter 2026-Kollektion und widmete sich weniger Denim als vielmehr üppigen, vielseitigen Materialien. Sie nahm robuste Klassiker wie Flieger- und Bikerjacken und bearbeitete sie so lange, bis sie am Körper fielen wie Vintage-Negligés.
Der Kontrast zwischen ultrafemininen Boudoir-Pieces und rauer Outerwear war markant, aber vollkommen mühelos. Dasselbe gilt für die Lederteile. Popova legte Farbschichten über verborgene florale Grafiken, die laut Pressetext mit jedem Einsatz im Straßenalltag langsam verblassen und sich weiterentwickeln. Außerdem präsentierte sie erstmals Strick mit opulenten 3D-Strukturen zu durchscheinenden Mesh-Tops, die praktisch nichts wogen. Schließlich spielte Popova mit Techwear-Codes, drehte sie aber um, indem sie für jedes Detail – bis hin zu den Metallteilen – auf organische, pflanzenbasierte Fasern setzte. Beim Beauty-Look sorgten bunte Perücken mit hochgeflipptem Pony und Vampirzähne dafür, dass ihreOnly Lovers Left Alive-Inspiration keinen Zweifel mehr zuließ.
Mehr von der London Fashion Week gibt es in unserem Artikel überDreaming Elis FW26-Showcase.














