Diese Ausstellungen solltest du im International Women’s Month auf keinen Fall verpassen
Wir feiern Künstlerinnen aus aller Welt.
Jeden März erinnert der International Women’s Month kraftvoll an die Frauen, die unsere kulturelle Landschaft geprägt haben – und sie bis heute neu formen. In der Kunstwelt ist dieser Einfluss zugleich historisch und brennend aktuell. Von längst überfälligen Retrospektiven wegweisender Pionierinnen bis hin zu radikalen Präsentationen einer neuen Generation von Disruptorinnen – Ausstellungen, die ausschließlich Künstlerinnen gewidmet sind, sind nicht nur Feierlichkeiten, sondern Korrekturen – und das selbstbewusste Zurückerobern mutiger Zukunftsvisionen.
In globalen Kunstmetropolen wie London und New York, rücken Institutionen Frauen in den Fokus, deren Praxis von Malerei und Skulptur über Fotografie, digitale Medien, Performance und mehr reicht. Diese Ausstellungen befragen Identität, Politik, Technologie und den Körper – und stellen häufig genau jene Systeme infrage, die sie einst an den Rand gedrängt haben. Ob sie nun zu Unrecht übersehene Wegbereiterinnen neu beleuchten oder aufstrebenden Stimmen Raum geben, die neu definieren, wie Gegenwartskunst heute aussehen kann: Das Programm dieser Saison wirkt besonders dringlich.
Im Folgenden haben wir die wichtigsten Ausstellungen von Künstlerinnen zusammengestellt, die in diesem International Women’s Month auf dem Programm stehen – von Rose Wylies größter Schau ihrer Karriere mit 91 Jahren bis zur Every Woman Biennial in New York.
Rose Wylie, London
Rose Wylie, Snowwhite (3), with Duster, 2018. Courtesy of David Zwirner. Foto: Jo Moon Price
Rose Wylie ist ein echtes Schwergewicht der Kunstszene. Mit 91 Jahren zeigt die gefeierte britische Malerin die größte Ausstellung ihrer Laufbahn in der Royal Academy, unter dem Titel The Picture Comes First. Diese umfassende Retrospektive präsentiert 90 Werke, die die Geschichte ihrer beeindruckenden Karriere erzählen. Rebellion, Kreativität und das Frausein in der Kunstwelt stehen im Zentrum – ein absolutes Must-see, wenn Sie in London sind.
Beatriz González, London
Beatriz Gonzalez, Barbican
Das Barbican zeigt eine große Retrospektive der wegweisenden kolumbianischen Künstlerin und Kuratorin Beatriz González. Es ist ihre erste Einzelausstellung in Großbritannien und zugleich die größte in Europa. Die Schau vereint sechs Jahrzehnte von González’ Werk – von den 1960er-Jahren bis heute. Mit Gemälden, Skulpturen und bedeutenden öffentlichen Installationen setzt sie sich kontinuierlich mit der Welt um sie herum auseinander und denkt neu, was Kunst uns über Macht und Erinnerung erzählen kann.
Joanna Van Son, London
Joanna Van Son sollten Sie sich unbedingt merken. In der Saatchi Yates, erkunden ihre Gemälde Van Sons intime Faszination für ihre Partnerin Lilah und fangen einen lebendigen, sehr persönlichen Moment in ihrem gemeinsamen Leben ein. Für die erste Einzelausstellung der Künstlerin in dieser Galerie können Sie mit malerischen, fließenden Porträts von Van Son und Lilah rechnen, aufgebaut aus dicken Farbschichten und üppigem Impasto.
Every Woman Biennial, New York
Olga Spiegel, “Looking for The Big Bang”
Die Every Woman Biennial, die weltweit größte Biennale für Frauen und nicht-binäre Kunstschaffende, präsentiert ihre 6. Ausgabe, SPECTALiA! Die Schau präsentiert Werke und Performances von über 400 Künstler*innen und ist einen ganzen Monat lang zu sehen – zeitgleich mit dem International Women’s Day bei Pen + Brush. Das vielseitige Programm reicht von Malerei und Fotografie über Videoinstallationen und Skulpturen bis hin zu Mixed Media und vielem mehr. So feiert man Frauen richtig.
Gabriele Münter, New York
Gabriele Münter, Head of a Young Girl (JungesMädchen)
Das Guggenheim zeigt eine monografische Ausstellung der deutschen Künstlerin Gabriele Münter. Bekannt für ihre entscheidende Rolle in der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts, Contours of a World erkundet ihr Werk, das den Alltag im Spannungsfeld von Reisen und Gemeinschaft einfängt. Ihre Neuinterpretationen von Landschaft, Stillleben und Porträt in leuchtenden Farbwirbeln sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
Isa Genzken, New York
Isa Genzken, Yachturlaub, 1993
David Zwirner zeigt VACATION, eine Einzelausstellung der in Berlin lebenden Künstlerin Isa Genzken. Mit einer Karriere über mehr als fünf Jahrzehnte lotet Genzken in ihrer multidisziplinären Praxis die fließenden Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Technologie und Subjektivität aus. Indem sie sowohl auf das Erbe der Avantgarde des 20. Jahrhunderts als auch auf die globale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts blickt, hinterfragt ihr Werk die Auswirkungen unserer immer stärker vernetzten und durchkommerzialisierten Kultur.
Mickalene Thomas, Paris
Didier Plowy pour le GrandPalaisRmn, Paris, 2025
Das Grand Palais ehrt die afroamerikanische Künstlerin Mickalene Thomas mit All About Love, einer eindringlichen Retrospektive, die Sichtbarkeit und Darstellung Schwarzer Frauen untersucht und zugleich die Liebe als Kraft der Befreiung und Selbstermächtigung feiert. Mit Malerei, Collage, Fotografie, Video und Installation denkt Thomas die klassische Porträtkunst aus dezidiert queerer und Schwarzer feministischer Perspektive neu. Ihr Werk befragt die Darstellung Schwarzer Frauen in Kunst, Geschichte und Popkultur – getragen von dem Glauben an die transformierende Kraft der Liebe.
IN HER ROOM, Paris
In Paris, findet anlässlich des International Women’s Day eine kostenlose Ausstellung statt, die Künstler*innen aus der LGBTQIA+-Community in den Mittelpunkt stellt. Mitten im Herzen der Stadt zeigt die Artivistas Gallery eine eindrucksvolle Präsentation mit dem Titel In Her Room, die vier Künstlerinnen und/oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community zusammenführt, um Arbeiten zu zeigen, die sich mit der Intimität von Schlafzimmern beschäftigen. Als Zufluchtsort für Selbstausdruck, Begehren und authentisches Dasein lädt die Schau zu einer introspektiven Reise in die Vielschichtigkeit von Weiblichkeit ein.


















