Matthieu Blazy erschafft einen Modetraum bei Chanel
Riesige Kräne ragten über den Laufsteg, während schwerelose Kleider neben Trompe-l’Œil-Tweeds für FW26 über den Catwalk schwebten.
In der vergangenen Saison, Matthieu Blazy feierte er sein Chanel Debüt, und schon jetzt schreibt es Modegeschichte. Mit einem derart starken Einstieg in seine Rolle als Creative Director warteten viele atemlos darauf, ob er den Erfolg mit seiner zweiten Kollektion fortführen könnte. Blazy hat diese Erwartungen tatsächlich erfüllt.
Das Label verwandelte das Grand Palais in eine Baustelle, auf der riesige Kräne über dem Runway thronten und in Primärfarben erstrahlten. Der Designer erklärte: „Mich hat die Idee fasziniert, einen Traum zu bauen – ein Werk im Entstehen.“ Ausgehend von den ikonischen Codes des Hauses, jedoch mit dem klaren Willen, alles Altbackene abzustreifen, formt Blazy Chanel gerade zu etwas Frischem für die nächste Generation – und doch bleibt es unverkennbar Chanel. Die Drop-Waist-Silhouetten der 1920er-Jahre des Hauses zogen sich wie ein roter Faden durch die Kollektion, ausbalanciert von zeitgenössischen Stücken wie Blousonjacken. Das ist die Chanel-Frau von heute.
Federleichte Kleider schwebten über den Runway, flankiert von Trompe-l’Œil-Tweeds und schimmernden Lurex-Slips, die vor Stickereien nur so leuchteten. Die spektakuläre Kulisse wurde den Entwürfen fast nicht gerecht, denn der Detailreichtum und die Handwerkskunst verlangten danach, aus nächster Nähe bewundert, berührt und getragen zu werden. Blazy beendete die Show mit einer letzten Verneigung vor Coco, der die Erfindung des kleinen Schwarzen zugeschrieben wird. Diese Version war zurückhaltend, aus schlichter Jerseyqualität geschnitten und von vorn scheinbar pur – doch von hinten offenbarte sich ein tiefer Rückenausschnitt, gekrönt von einer Kamelie zwischen den Schulterblättern. Still, unprätentiös und dennoch von enormer Wirkung – man kann mit Fug und Recht sagen: Chanel ist in besten Händen.
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