McQueen FW26: Die verborgene Seite unter der Oberfläche
Eine Reise durch die „psychologische Spannung zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit“.
Seán McGirr hat soeben seine fünfte Kollektion für McQueen in einer pointierten, erwachsenen Inszenierung gezeigt, die beweist, dass der Designer sich Schritt für Schritt seinen eigenen Weg im Haus bahnt. Am siebten Tag der Fall/Winter 2026 in Paris, bewies McQueen, dass es im Kern um das geht, was unter der Oberfläche liegt.
Laut den Show Notes erforschte die Kollektion eine „psychologische Spannung zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit; Performance und Paranoia“. Während das Opening reduziert blieb – mit maßgeschneiderten Looks und hohen Stiefeln –, entwickelte sich die Show zu einem allmählichen Entkleiden und machte Platz für transparente Stoffe, Organza und Spitze. Die zarte Transparenz zeigte sich zunächst in subtilen Details wie Cut-outs und Lagen, bevor sie schließlich in bodenlangen Kleidern aus federleichtem Organza kulminierte, die Dessous-Details offenbarten.
Die streng geschnittenen Pieces wurden durch texturale Akzente wie Ledertrenchcoats subvertiert, während Details wie Wasserfallkrägen die Silhouetten fließender machten. Das scharf konturierte Savile-Row-Erbe des Hauses bildete das Rückgrat, während sich eine weichere, künstlerische Note in handbestickten Blüten zu Silhouetten der 1960er-Jahre, Jacquards und Silk-Mikado-Tailoring zeigte. Bettjäckchen wurden zu Eveningwear, Nachthemden zu Outerwear – eine direkte Konfrontation von Innen- und Außenwelt. Beliebte Signature-Codes des Hauses tauchten ebenfalls wieder auf, darunter Skull-Print-Schals und die Knuckle Clutch, die mit aktualisierten Finishes zurückkehrte.
Die Show endete mit einem beeindruckenden Bridal Look, komplett mit filigranen 3D-Blüten und einem opulenten, dazu passenden Headpiece. Das war klassisches McQueen-Drama. Oben seht ihr einige der Looks.
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