Die wichtigsten Künstlerinnen auf der diesjährigen Venice Biennale
Von gefeierten Ikonen bis zu aufregenden Newcomerinnen.
Die Biennale von Venedig, die älteste und wohl einflussreichste Ausstellung zeitgenössischer Kunst, kehrt zu ihrer 61. Ausgabe inmitten einer Welle an Kontroversen zurück. Von erneuten Forderungen nach einem Ausschluss Israels über die kritische Prüfung der Teilnahme Russlands bis hin zur Entfernung und anschließenden Wiederaufnahme des australischen Künstlers Khaled Sabsabi, war die diesjährige Vorbereitungsphase alles andere als leise. Und wenn die Geschichte eines zeigt, dann, dass sich Kunst nicht zurückzieht – sie antwortet.
Vor diesem politisch aufgeladenen Hintergrund wird die schwimmende Stadt erneut zur globalen Bühne und empfängt Kunstschaffende aus allen Disziplinen und Regionen. Neben etablierten Namen wie Marina Abramović, tritt zugleich eine neue Welle an Stimmen hervor – mit einer Ausgabe 2026, die erstmals eigene Räume für Black und indigene Künstler:innen widmet.
Vom 9. Mai bis 22. November bietet die Biennale reichlich Stoff – und wenn Sie Ihre Route kuratieren, haben wir die Künstlerinnen hervorgehoben, die Sie keinesfalls verpassen sollten. Hier kommt Ihr Essential Guide.
Maja Malou Lyse
Die Danish Arts Foundation präsentiert Things To Come, eine Ausstellung von Maja Malou Lyse, der bislang jüngsten Künstlerin, die Dänemark auf der Biennale von Venedig. Kuratiert von Chus Martínez, handelt es sich um ein visionäres Werk, das sich mit dem vielfach dokumentierten globalen Rückgang der männlichen Fruchtbarkeit auseinandersetzt. Die Ausstellung untersucht, wie Wissenschaft, Fiktion und Pornografie ineinandergreifen – vor dem Hintergrund von Studien, die nahelegen, dass der Kontakt mit virtuellen sexuellen Reizen die Spermienbeweglichkeit steigern kann. Damit entwirft sie eine paradoxe Rolle zeitgenössischer Medien – zugleich Gift und Gegengift.
Jenny Saville
Jenny Saville präsentiert ihre Gemälde in der ersten großen Ausstellung, die ihr die Stadt widmet. Die Schau folgt auf ihre gefeierte Retrospektive in LondonsNational Portrait Gallery im vergangenen Jahr mit dem Titel The Anatomy of Painting. Viele derselben Werke werden erneut gezeigt, ergänzt um eine Auswahl noch nie gezeigter Arbeiten, die eigens für diese Schau entstanden sind. Erwarten Sie monumentale Leinwände in all ihrer grotesken Pracht, kombiniert mit sinnlichen Close-ups.
Nalini Malani
Nalini Malani realisiert eine groß angelegte Installation, die sich über 67 Animationen und Klanglandschaften mit Frauen und Mythos auseinandersetzt. Die Künstlerin schreibt den griechischen Mythos von Orestes (der den Tod seines Vaters rächte, indem er seine Mutter und ihren Liebhaber tötete) in einer zeitgenössischen Auseinandersetzung darüber um, wie wir heute Verantwortung begreifen – und wie Frauen patriarchale Gewalt erfahren. Das verspricht ein zutiefst bewegendes Erlebnis zu werden.
Ásta Fanney Sigurðardóttir
Island zeigt Pocket Universe, eine Ausstellung der Künstlerin, Dichterin, Komponistin und Filmemacherin Ásta Fanney Sigurðardóttir. Die Schau rückt veränderte Perspektiven durch Hoffnung und Glauben in den Fokus und zeigt, dass selbst in Zeiten der Instabilität ein Wandel im Denken neue Möglichkeiten eröffnen kann. Das wirkt heute besonders eindringlich. „Wir stehen an der Schwelle zu anderen Zeiten. In Momenten wie diesen haben Vorstellungskraft und Intuition die Fähigkeit, uns zu orientieren, uns ein Gefühl für die Richtung zu geben, in die wir gehen könnten“, so Sigurðardóttir.
Natasha Tontey
Natasha Tontey präsentiert eine multimediale Installation, die der Geschichte einer Widerstandskämpferin der 1950er-Jahre in Indonesien folgt. Die Schau untersucht körperliche Transformation, Minahasan-Symbolik und zeitgenössische militärische Bildproduktion in Zeiten der Überwachung. Unter dem Titel The Phantom Combatants and the Metabolism of Disobedient Organs handelt es sich um Tonteys bislang größtes und ambitioniertestes Werk.
Merike Estna
Als Repräsentantin Estlands nutzt Merike Estna ihre Malerei als Raum für politisch und gesellschaftlich relevante Fragestellungen. Ihre Schau mit dem Titel The House of Leaking Sky, verwandelt den Ausstellungsraum in ein offenes Studio, in dem Besucher:innen miterleben können, wie Kunstwerke entstehen. Eine zeitgenössische Präsentation, die die Grenzen zwischen Malerei und Performance verschwimmen lässt.
Margaret Whyte
Die Künstlerin Margaret Whyte vertritt Uruguay mit ihrer neuen Installation ANTIFRAGIL. Whytes Arbeit folgt der Idee, dass Systeme durch Unordnung und Instabilität widerstandsfähiger werden, weil sie sich anpassen müssen. Aus einer Position der Spannung, Verletzlichkeit und des Fehlers heraus nutzt die Künstlerin diese „negativen“ Aspekte als kreative Kräfte. Statt Chaos zu tilgen, arbeitet sie damit – und schafft so eine kraftvolle Form des Widerstands. Textilien werden mit veralteten Tech-Objekten kombiniert; es entsteht eine intensive Reibung, die das Verhältnis von Kunst und Philosophie reflektiert.
Marina Abramović
Marina Abramovićschreibt seit Jahrzehnten Kunstgeschichte – und wird in diesem Jahr als erste lebende Künstlerin eine Einzelausstellung in den Gallerie dell’Accademia erhalten. Fast 30 Jahre sind vergangen, seit sie als erste Frau den Goldenen Löwen als beste Künstlerin auf der Biennale von Venedig 1997 gewann. Abramovićs Ausstellung mit dem Titel Transforming Energy, stellt ihr Werk in einen Dialog mit Meisterwerken der Renaissance – etwa, indem ihr Foto „Pietà (with Ulay)“ Tizians spätem Werk „Pietà (1575–76)“ gegenübergestellt wird.
Jenna Sutela
Jenna Sutela wird Finnland vertreten und die Ausstellung Aeolian Suite. Kuratiert von Stefanie Hessler, entfaltet sich die Installation als multisensorische Umgebung, die den Raum in eine Windlandschaft aus Klang und Bewegung verwandelt. Das Werk nutzt meteorologische Daten, Musikinstrumente und die Winde aus Venedig, Helsinki und darüber hinaus, um die Ambivalenz einer unberechenbaren atmosphärischen Präsenz auszuloten.
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