Der ultimative Guide für die Frieze Week in London

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greengrassi + Take Ninagawa, Shinro Ohtake, Retina/Yellow RAM 2, 2025

Spooky Season, Pumpkin-Spice-Lattes und natürlich die Frieze Art Fair – happy October! Das legendäre weiße Zelt ist zurück in Londons Regent’s Park und zieht wieder einmal ein Meer aus Tabi-tragenden Gallerinas mit Jutebeuteln, Kunstmarkt-Insidern und vielleicht sogar Leonardo DiCaprio an. Drinnen wartet ein vollgepacktes Programm aus aufstrebenden Talenten und echten Schwergewichten der Kunstwelt. Parallel dazu übernimmt die Frieze Week die restliche Stadt: mit Ausstellungseröffnungen, gehypten Kollaborationen, exklusiven Drops und Partys, bei denen ganz sicher das eine oder andere Glas Schampus aufs Haus geht.

Egal, ob Sie ein goldenes Ticket für das Messegelände ergattert haben, beim Small Talk über die Highlights im Zelt glänzen möchten oder einfach nur für die kulturellen Side-Quests der Stadt angereist sind – wir haben alles für Sie parat. Hier ist Ihr ultimativer Guide für die Frieze Week in the Big Smoke. Wir zeigen Ihnen, wo Sie essen, trinken, staunen, shoppen und die Nächte durchtanzen sollten. Lesen Sie weiter für die besten Name-Dropping-Tipps der Woche.

Die besten Food-Spots

Sessions Arts Club

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Obwohl der Sessions Arts Club erst 2021 eröffnet wurde, ist er bereits eine echte Londoner Institution und ein absoluter Liebling der Fashion-Crowd. Ausstellungen, private Branchen-Events, Kitchen-Collabs und vieles mehr stehen hier an der Tagesordnung. Kein Wunder, schließlich ist Gründer Jonny Gent selbst Künstler. Bereits im dritten Jahr in Folge kommt das Sessions (wie Stammgäste es liebevoll nennen) mit einem weiteren immersiven Takeover ins Frieze-Zelt. Gemeinsam mit Gents Kreativagentur Cabin Studio präsentiert das Team Pilgrimage, eine Installation, die sich mit dem Konzept des Reisens ohne festes Ziel auseinandersetzt. Doch das Restaurant stellt nicht nur seine kulinarische Genialität unter Beweis: Für das Projekt wurde das Londoner Schmucklabel CompletedWorks ins Boot geholt, das die Kochuniformen entworfen hat und zudem eigene Stücke ausstellt. Da die Erkundung des großen weißen Zeltes schnell mal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann, sollten Sie sich unbedingt einen Lunch-Tisch reservieren, um dem Chaos (und den Schlangen) zu entkommen.

MITSU

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Auch außerhalb des Zeltes werden die Londoner Restaurants Teil des Kunst-Trubels. Sie locken mit kreativen Pop-ups sowie erstklassigen Menüs, die kulinarischen Genuss mit künstlerischem Esprit vereinen. Das MITSU in Shoreditch hat sich für diese Woche mit der East Londoner Galerie StolenSpace zusammengetan, um Bar, Restaurant und Private-Dining-Räume in einen Showroom für zeitgenössische Kunst zu verwandeln. Die Installation vereint Werke japanischer Künstler und internationaler Kreativer: In der Bar sind Stücke von COOK, Kiseok Kim und Sean Sweeney zu sehen, während im Restaurant und Private-Dining-Bereich Porträts des japanischen Künstlers Shigeki Matsuyama neben Arbeiten von Rowdy im Fokus stehen. Die sechswöchige Kollaboration fängt den kreativen Vibe von MITSU und StolenSpace perfekt ein und bringt Kunst, japanische Kultur, Food und Nightlife zusammen. Das festigt den Ruf des Restaurants als kultureller Hotspot in Shoreditch einmal mehr. (Und falls Sie nach all dem Frieze-Stress etwas Dampf ablassen müssen: Karaoke-Räume gibt es hier auch).

Maison François

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Das Maison François feiert sein Comeback im Frieze-Zelt und bringt das Flair einer klassischen französischen Brasserie direkt in den Regent’s Park. Während der gesamten Messewoche verpflegt die Pop-up-Kantine die Messebesucher. Auf der Karte des Restaurants aus St. James’s stehen französische Klassiker wie Charcuterie, Brathähnchen und Frites, gefolgt von dem berühmten Dessertwagen mit Schokoladen-Éclairs – schließlich braucht man an so einem Messetag zwischendurch ein wenig Nervennahrung. Zu den diesjährigen Neuzugängen zählen unter anderem Lachs-Rillettes mit Radieschen sowie Burrata mit Kürbis. Das Menü zelebriert saisonale Zutaten und bietet der Art-Crowd ein Stück Pariser Haute Cuisine mitten auf dem Messegelände (vielleicht schon mal als kleines Warm-up für die Art Basel Paris nächste Woche?).

Kunst-Highlights

Soldier: Military Abstractions

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Auch wenn man das Gefühl haben könnte, man brauche zwingend ein Frieze-Ticket, um die wichtigsten Kunstwerke der Woche zu sehen, gibt es in der ganzen Stadt eine Vielzahl an Ausstellungen – und viele davon sind kostenlos. Das Plaster Magazine hat sich mit dem in London lebenden Künstler Leonard „Soldier“ Iheagwam für Military Abstractions zusammengetan. Die Ausstellung erstreckt sich über die ersten beiden Etagen des Plaster-Hauptquartiers in Soho und präsentiert sechs neue großformatige Kunstwerke sowie 50 Original-Editionen und streng limitiertes Merchandise. Ursprünglich aus Lagos (Nigeria) stammend, erforscht Soldier Themen wie Identität, Familiendynamik und Kriegsführung durch eine ganz eigene Bildsprache. Dabei bedient er sich bei militärischen Restbeständen, Skate-Kultur, religiöser Ikonografie und amerikanischer Popkultur. Camouflage zieht sich als wiederkehrendes Motiv durch seine Arbeiten und fungiert sowohl als visuelles Markenzeichen als auch als konzeptionelles Werkzeug. Nach einer extrem erfolgreichen Vernissage in der vergangenen Woche, bei der sich die Menschenmassen bis auf die Straßen von Soho drängten, um den Künstler zu feiern, ist dies ein absolutes Must-see.

Issy Wood: Self-Portraits

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Die National Portrait Gallery hat die britisch-amerikanische Künstlerin Issy Wood als erstes Gesicht ihres neuen Contemporary-Programms Artist Focus angekündigt. Die Ausstellung Issy Wood: Self-Portraits versammelt elf intime Gemälde aus der laufenden Serie der Künstlerin, von denen sieben noch nie zuvor öffentlich gezeigt wurden. Durch Woods charakteristischen Einsatz von Anschnitten, Verzerrungen und dem Spiel mit dem Verborgenen erforschen die Werke Identität und Selbstdarstellung. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Porträtkunst und psychologischer Erzählung. Die Präsentation, die kostenlos im Weston Wing der Galerie zu sehen ist, zeigt Woods Selbstporträts zum allerersten Mal gemeinsam und bildet den Auftakt eines neuen Programms, das Künstlern gewidmet ist, die die Grenzen der Porträtkunst neu definieren. Wer es doch ins Frieze-Zelt schafft: Eines von Woods Werken ist gleich in der Nähe des Eingangs ausgestellt.

Die besten Shopping-Adressen

APOC Store mit Ella Fleck und Jouissance Parfums

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Einer der coolsten Concept Stores in London, der APOC Store, stürzt sich ebenfalls in den Art-Week-Trubel. Mit einer Installation rund um die Werke von Ella Fleck und das Parfümhaus Joissance Parfums feiert der Store den Launch von Screen – einem neuen Duft, der von Flecks kontinuierlicher Auseinandersetzung mit Maskierung und Verkleidung inspiriert ist. Die Kreation des Parfümeurs Chng Xmng wird im Rahmen einer immersiven Installation im APOC Store enthüllt, parallel zu Flecks Frieze-Debüt in der Focus-Sektion der Messe mit Ehrlich Steinberg. Screen ist exklusiv im Store sowie online erhältlich und präsentiert sich in drei limitierten, nummerierten Flakons, die von der Künstlerin selbst entworfen wurden. Ein begehrtes Sammlerstück, das Duft, Kunst und Design perfekt miteinander vereint.

Dover Street Market: BUNNEY für Martine Rose

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Der Dover Street Market ist nicht nur für Fashion-Liebhaber der Place-to-be, sondern auch für alle Kunst-Fans. Martine Rose und Bunney haben sich für eine ganz besondere Kollektion zusammengetan, die am 15. Oktober im Rahmen der Frieze 2026 in den Store sowie den Onlineshop des Dover Street Market kommt. Inspiriert von Gemeindezentren als wichtigen sozialen Räumen, verwandelt die Kollektion vertraute Objekte aus Pubs, Clubs und Gemeindehallen in edlen Schmuck und Sammlerstücke. Im Zentrum steht der simple Kronkorken, dessen geriffelter Rand in Sterlingsilber und Gold neu interpretiert wird. Hinzu kommen Designs, die von typischen Pint-Gläsern und Flaschenöffnern inspiriert sind. Die in Großbritannien mit traditionellen Techniken gefertigte Kollaboration verbindet Roses Faszination für alltägliche kulturelle Referenzen mit Bunneys Hingabe zu durchdachter Handwerkskunst – so werden aus gewöhnlichen Gegenständen langlebige Erinnerungsstücke. Darüber hinaus entwirft Rei Kawakubo eine spezielle Schaufensterinstallation für das DSM. Passend dazu erscheinen Limited-Edition-T-Shirts mit ausgewählten Kunstwerken aus dem Magazin, die ebenfalls ab dem 15. Oktober im Store und online erhältlich sind.

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