Die spannendsten Highlights der Frieze New York 2026
Von Cindy Shermans Fotografien bis zu abgefahrenen Hair-Installationen.
Im Kunstkalender gehören ein gutes Maß an Celebrities, Margiela-Tabis und reichlich fließender Champagner einfach dazu – und auch in diesem Jahr machte das keine Ausnahme für die Frieze Week in New York. Die Messe eroberte den Big Apple vom 13. bis 17. Mai und bespielte The Shed im Herzen Manhattans. Internationale Sammler:innen, Galerist:innen, Redakteur:innen und Stars kamen zur Eröffnung, bei der Präsentationen von fast 70 Galerien bewusst zurückhaltend und präzise kuratiert daherkamen. Auch wenn die Kunstwelt derzeit alles andere als euphorisch ist (und Frieze New York nicht als bevorzugte Bühne gilt), war das Verkaufstempo dennoch ermutigend.
Im 14. Jahr der Messe stellt sich vielen die Frage, ob die Frieze New York noch ein kulturelles Must-see ist. Fakt ist: Die Woche punktet mit zahlreichen Präsentationen sowohl führender lokaler als auch internationaler Galerien – ergänzt durch einen spannenden Schwung frischer Talente in der Focus-Sektion (gesponsert von Stone Island). Jenseits von The Shed wird die Stadt zudem von einer Vielzahl an Ausstellungseröffnungen, Partys und kulturellen Events bespielt. Ob du dich selbst als Gallerina, Tastemaker oder einfach nur als neugierig bezeichnest – wir haben im Folgenden einige Highlights der Frieze New York zusammengestellt. Für uns vibrierte die City weiterhin nur so vor Talent.
Der Stand von Hauser & Wirth
Am Stand von Hauser & Wirth, wurden vier neue Fotografien, jeweils in einer Edition von sechs, der legendären Cindy Sherman, zum absoluten Showstopper. Viele der Arbeiten wurden bereits am Preview-Tag verkauft, und Leonardo DiCaprio schaute gleich mehrfach am Stand vorbei – ein echtes Highlight der Messe.
„Focus“-Sektion
Artist: Aki Goto
Die Focus-Sektion, kuratiert von Lumi Tan – bereits zum dritten Mal in Folge – vereinte elf aufstrebende internationale Galerien und zeigte Soloprojekte, die einige der innovativsten künstlerischen Stimmen unserer Zeit in den Mittelpunkt stellten. Stone Island war offizieller Partner der Sektion und setzte seine Unterstützung für junge Galerien mit essenzieller finanzieller Förderung fort – außerdem entwarf das Label in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Reika Takebayashi die Uniformen des Personals.
Printed Matter, Inc. in der Frieze Library
Für die Momente, in denen man eine kleine Pause vom Schlendern brauchte, bot die Frieze Library das perfekte Refugium. In diesem Jahr feierte Printed Matter, Inc. sein 50-jähriges Bestehen und präsentierte eine neue gemeinsame Künstleredition von Deanna und Ed Templeton, flankiert von einer kuratierten Auswahl früherer Editionen von Künstler:innen wie Huma Bhabha und Paul Pfeiffer.
Frame
Diedrick Brackens, the cup is a cloud, 2018, woven acrylic and cotton yarn
Frame ist eine Sektion der Messe, in der Galerien, die seit höchstens zehn Jahren bestehen, Solo-Projekte von Künstler:innen präsentieren. Neue gewebte Arbeiten von Diedrick Brackens, die in dieser Woche vom Brooklyn Museum angekauft wurden, waren zu sehen und widmen sich der Figur des Black Cowboy im 19. Jahrhundert. An anderer Stelle in Frame wurde eine Filminstallation von 1974 von Takahiko Iimura präsentiert.
Talks in der MatchesFashion Lounge
Getty
Die Frieze überzeugt traditionell mit einem brillanten Talk-Programm, und die MATCHESFASHION.COM-Lounge holte dafür einige Schwergewichte der Modebranche auf die Bühne. Zum Programm gehörte Designer Christopher Kane, der gemeinsam mit der Gründerin von The Sex Ed, Liz Goldwyn, über Sex und Mode sprach. An anderer Stelle im Programm trat Grace Wales Bonner gemeinsam mit Nick Sethi auf, um über den Dialog zwischen Kunst und Mode zu diskutieren.
Frieze Sculpture
Wer zum Rockefeller Center hinunterging, traf auf Frieze Sculpture – eine beeindruckende Schau im öffentlichen Raum, kuratiert von Brett Littman. Vierzehn internationale Künstler:innen waren vertreten, darunter Nick Cave, Walter De Maria, Goshka Macuga, Sarah Sza und Hank Willis Thomas.
Seba Calfuqueo
In der Modewelt haben wir in dieser Saison jede Menge Haare im Einsatz gesehen – sie avancierten zu einem echten Trend auf den Laufstegen der vergangenen Saison mit innovativen, tragbaren Pieces. Und wer dachte, schon alles gesehen zu haben, wurde eines Besseren belehrt: Die Mapuche-Künstler:in Seba Calfuqueo zeigte in einem Solo-Stand mehrere haarzentrierte Arbeiten, die von ihrem indigenen Erbe erzählen und Themen wie Feminismus und Widerstand verhandeln. Calfuqueo wurde zudem als Gewinner:in des jährlichen „Focus“ Stand Prize verkündet.



















