Wer in seiner Kindheit mal ein Delfin-T-Shirt aus einem Souvenirshop am Meer in die Schublade gestopft hat, bei dem wird die Sommer 2027-Kollektion von Stella McCartney genau ins Schwarze treffen. Denn diese Airbrush-Grafiken tauchten überall auf ihrem Laufsteg bei der Paris Fashion Week auf. McCartney wollte, dass ihr Publikum über den Ozean und all seine Bewohner nachdenkt – und über die unbequeme Frage, über welches Leben wir einfach so zu unseren Zwecken verfügen dürfen.
Um das aquatische Thema durch die gesamte Kollektion zu weben, wurde durchsichtige Angelschnur in die Strickteile eingearbeitet, und einige Stücke schmiegten sich wie das Innere einer Austernschale um den Oberkörper. Denim war mit Strasssteinen besetzt, während Oberteile und Kleider eine raffinierte Wellenoptik erhielten. Die Farbpalette reichte von den verwaschenen Grün- und Korallentönen eines Gezeitentümpels bis hin zu Creme und einem tiefen Braun. Zudem bestand der Denim vollständig aus recycelten Materialien.
Bei den Accessoires wurde eine transparente Falabella präsentiert, die teilweise aus recycelten Plastikflaschen gefertigt ist, und die neue Ryder zeigte sich in Herzform. Die Appaloosa bekam zudem eine kleinere Schultertaschen-Variante, Loafer und Stilettos begeisterten in transparenten Finishes, während einige Looks mit Sneakern aus ihrer adidas-Linie kombiniert wurden. Backstage war Pat McGrath Labs für das Make-up verantwortlich, während sich Eugene Souleiman für Moroccanoil um das Haarstyling kümmerte.
McCartney schloss ihre Show Notes mit einem Zitat des Philosophen Porphyrios: „Wir töten für den Luxus und nennen es Gerechtigkeit.“ Damit unterstreicht sie einmal mehr ihr starkes Engagement für den Klimaaktivismus, für den sie sich seit der Gründung ihres Labels im Jahr 2001 leidenschaftlich einsetzt.
Lust auf weitere Shows aus der FS27-Saison? Hier geht es zu unserem PFW-Recap.