Es ist ein Paukenschlag für die Modewelt: Martine Rose wurde offiziell zur neuen Kreativdirektorin von Balenciaga ernannt. Die britisch-jamaikanische Designerin übernimmt am 16. November die Nachfolge von Pierpaolo Piccioli und läutet damit ein neues Kapitel für das Pariser Luxushaus ein.
Bekannt wurde Rose vor allem durch ihr 2007 gegründetes Londoner Label, mit dem sie sich dank ihrer unkonventionellen Herangehensweise an Menswear eine treue Kult-Anhängerschaft aufgebaut hat. Sie kombiniert präzises Tailoring, Sportswear und Alltags-Basics mit Elementen aus britischen Underground-Subkulturen. Inspiriert von der Londoner Fußball-, Rave-, House- und Reggae-Szene, hat sie mit ihren Entwürfen stets traditionelle Vorstellungen von Mode hinterfragt.
Die Ernennung gleicht zudem einer Art Heimkehr. Rose arbeitete bereits eng mit dem ehemaligen Balenciaga-Kreativdirektor Demna zusammen und prägte die Menswear des Hauses während seiner Amtszeit entscheidend mit. Ihre Rückkehr könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Marke wieder eine stärker kulturell geprägte, avantgardistische Richtung einschlägt.
Neben dem kreativen Wandel ist die Ernennung von Rose auch ein wichtiges Zeichen für mehr Repräsentation: Sie ist erst die zweite Schwarze Frau an der Spitze eines großen europäischen Modehauses. Mit ihrem feinen Gespür für Subkulturen und unkonventionelle Silhouetten können wir es kaum erwarten zu sehen, welche neuen Impulse sie bei Balenciaga setzen wird.
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