Hattie Crowther entwirft limitierte Subway-Fanschal-Kollektion fürs Women's League Cup Final
Die streng limitierte Auflage von nur 300 Fanschals hebt den Football-Klassiker weit über die Ränge hinaus.
Hattie Crowther gehört zu den größten Namen im Fußball- und Fashion-Bereich. Bekannt für ihre clever upgecyceltenPieces, für die sie alte Fußballtrikots, Schals und andere Memorabilien nutzt, sind ihre Designs schnell zur Blaupause für nachhaltigen Style im Sport geworden.
In Zusammenarbeit mit Subway für das kommende Women’s League-Cup-Finale zwischen Manchester United und Chelsea, entwarf die Designerin einen Fußballschal in limitierter Auflage, der den Pokal, seinen Sponsor und die fashionable Seite des „Beautiful Game“ feiert. Die grün-weißen Schals wurden mit zukünftigen Styling-Möglichkeiten im Blick designt – gemacht, um weit länger zu leben als die 90 Minuten des Spiels.
Mit nur 300 Schals für eines der größten Spiele der Saison war das ein ziemlich bedeutender Moment. Wir haben mit Hattie Crowther über die Herausforderung, den Entstehungsprozess des Accessoires und die Inspiration hinter dem Design gesprochen.
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Was waren die wichtigsten Inspirationsquellen für dieses Projekt?
Der Ausgangspunkt ist natürlich der Fußballschal, der an sich schon ein starkes kulturelles Objekt ist. Ich würde sagen, er ist eines der wiedererkennbarsten Artefakte im Sport insgesamt, über viele verschiedene Disziplinen hinweg. Mich hat interessiert, diese vertraute Form zu nehmen und sie behutsam in einen Fashion-Kontext zu überführen.
Das Ziel war, etwas zu schaffen, das weiterhin die Sprache des Fußballs spricht, aber über ein einzelnes Spiel hinaus Bestand hat. Also ein Piece, das die Farben des Spiels trägt und gleichzeitig als etwas funktioniert, das Menschen wirklich im Alltag tragen möchten – mit einer Langlebigkeit, die eben über das Finale und das Spiel selbst hinausgeht.
Warum speziell Fußballschals?
Schals sind tief in der Fußballkultur verankert. Sie stehen für Identität, Zugehörigkeit und ein kollektives Erlebnis – auf eine Art, wie es nur sehr wenige andere Match-Pieces tun, finde ich. Genau deshalb schien es mir der richtige Ausgangspunkt zu sein, neu zu denken, was ein Fußballspiel sein kann – gerade rund um dieses Match und Sponsoren wie Subway. Statt etwas zu designen, das wieder nur an eine einzelne Begegnung, ein Turnier oder einen Club gebunden ist, wird der Schal zu einer Plattform, um auszuloten, wie Fußballkultur heute auf eine nachhaltigere Weise mit Fashion verschmelzen kann.
Wie sah der Designprozess aus?
Es ging darum, die visuelle Sprache von Subway, so wie wir sie kennen, in die Struktur eines Fußballschals zu übersetzen. Schals folgen ihrer eigenen Designlogik – Dinge wie Symmetrie, Typografie und prägnante grafische Layouts. Die Aufgabe war, innerhalb dieser Konventionen zu arbeiten und gleichzeitig neue Elemente durch die Linse der Subway-Grafiken und -Visuals einzubringen.
Ich persönlich arbeite gern mit einem klar definierten Briefing, weil es zu Klarheit zwingt – aber die Herausforderung besteht darin, einen Punkt zu finden, an dem unterschiedliche visuelle Systeme so aufeinandertreffen, dass es stimmig wirkt. Ich glaube, genau das war das Schöne an diesem Projekt: innerhalb dieser Parameter zu arbeiten.
Wie eng war die Zusammenarbeit zwischen dir und Subway beim finalen Design?
Es war definitiv ein kollaborativer Prozess. Das Briefing gab mir Raum, viele Ideen auszuprobieren, aber das finale Piece musste sich selbstverständlich innerhalb der visuellen Identität von Subway und der gesamten Kampagne bewegen. Ich habe eine Vielzahl von Entwürfen gemacht – wahrscheinlich zu viele, ehrlich gesagt. Das Design ist dann in einem fortlaufenden Dialog hin und her entstanden, immer mit dem Anspruch, dass das Endergebnis sich authentisch in der Fußballkultur verankert und gleichzeitig die Partnerschaft hinter dem Projekt insgesamt widerspiegelt.
Wie siehst du die Schals nach dem Cup-Finale in die Fashion-Welt hineinwachsen?
Ich glaube, eine der zentralen Entscheidungen war, den Schal nicht an die Farben oder die Identität eines bestimmten Clubs zu knüpfen, sondern ihn bewusst Subway-coded zu halten. So kann er über das Event hinausgehen und als Objekt in Alltagsgarderoben existieren. Das war für uns der entscheidende Punkt. Fußballschals tauchen ohnehin bereits in ganz unterschiedlichen Fußballkontexten auf. Aber von Streetwear bis Luxury-Styling etwas zu designen, das diese Flexibilität mitdenkt, war für uns extrem wichtig. So wird das Piece von einem Souvenir zu einem Objekt mit längerer kultureller Lebensdauer.
Kannst du dir vorstellen, in Zukunft weitere limitierte Produkte für Turniere und Finals zu designen?
Ja, sehr gern – aber nur, wenn sich das Projekt sinnvoll anfühlt. Das ist mir wirklich wichtig. Match-Merchandise trägt für Fans eine enorme emotionale Bedeutung, deshalb sollte es sich niemals nach Wegwerfware anfühlen. Wenn eine Kollaboration die Kultur des Sports und die Communities darum herum wirklich feiert oder etwas Positives zur größeren Diskussion beiträgt, dann sind das genau die Projekte, in die ich mich einbringen möchte.
Wie stellst du dir die Zukunft des Frauenfußballs in Verbindung mit Fashion und Nachhaltigkeit vor?
Ich glaube, der Frauenfußball befindet sich noch in einer Phase, in der viele Strukturen darum herum erst geformt werden. Das eröffnet die Chance, viel bewusster über die Produkte nachzudenken, die in diesem Bereich designt, produziert und getragen werden. Ich denke, es gibt dort viel Raum für experimentelles, erweitertes Denken. In der Mode sprechen wir zunehmend über Langlebigkeit und Verantwortung im Fußball – im Männer- wie im Frauenbereich.
Die Fußballkultur hat ohnehin eine starke emotionale Bindung an Objekte wie Trikots und Schals, daher gibt es ein echtes Potenzial, Merch so zu designen, dass Menschen es behalten und wertschätzen, statt es nach einem einzigen Event wegzulegen – etwas, das wir aktuell noch sehr häufig sehen. Wenn sich diese Ideen parallel zum Wachstum des Frauenspiels weiterentwickeln, könnte daraus eine sehr viel reflektiertere Beziehung zwischen den drei Bereichen entstehen: Sport, Fashion und verantwortungsbewusste Praktiken.



















