Wofür steht Gucci? Für Demna geht es dabei nicht allein um Logos, Loafer oder einen bestimmten Rotton. Für seine umfassende Vision des Hauses blickt der Designer darauf zurück, was Gucci so beständig macht – und findet die Antwort in der Spannung zwischen Zugehörigkeit und Rebellion.
Mit „The Store“ präsentiert Demna seine Frühjahr/Sommer-2027-Show. Nach einem ersten Jahr, in dem er das Haus studiert und herausgefunden hat, was es ausmacht, zeigt er damit die erste Kollektion, die seine vollständige Vision für Gucci verkörpert. Sein Fazit? Gucci wurzelt im Wunsch, zu einer glamouröseren Welt dazuzugehören – und zugleich in der Kühnheit, diese Welt nach den eigenen Vorstellungen neu zu gestalten.
Diese Spannung war schon immer zentral für das Haus. Gucci beginnt bei geschniegelt-bürgerlicher Seriosität, doch seine einprägsamsten Kapitel sind jene, in denen Exzentrik, Gefahr und Sex-Appeal die makellose Oberfläche durchbrechen. Seine Geschichte wird ebenso sehr von Persönlichkeiten und Lebensstilen geprägt wie von Kleidung.
Laut Demna ist Gucci deshalb ein Haus, das sich „zwischen Aristokratie und Popkultur, Florenz und Hollywood, Tradition und Massenbegehren bewegen“ kann. Es nimmt auf, was um es herum geschieht, und bewahrt zugleich die Codes, die es unverkennbar machen.
Die Inspiration reicht zurück bis ins Savoy Hotel in London, wo Gucci-Gründer Guccio Gucci auf eine Mischung aus Aristokrat:innen, Künstler:innen und Kreativen traf. Demna möchte dieses Gefühl des Aufeinandertreffens heute wieder aufleben lassen und Gucci zu einem Ort machen, an dem scheinbar unterschiedliche Welten zusammenkommen, sich verbinden und gegenseitig beeinflussen können. Denn letztlich geht es bei „The Store“ um Möglichkeiten: um die Idee, dass Gucci ein Raum sein kann, in dem jede:r selbst entscheidet, wer er oder sie sein möchte.
Einige Looks sehen Sie oben; mehr gibt es auf der Website der Marke.