Conner Ives und MAC Cosmetics bringen das „Protect the Dolls“-Shirt zurück
Wir haben mit dem Designer und MACs Global Creative Director Nicola Formichetti über den Launch gesprochen.
Nachdem es sein Debüt zunächst bei derConner Ives-Show Herbst/Winter 2025 auf derLondon Fashion Week, wurde das „Protect the Dolls“-T-Shirt über Nacht zur Sensation. Obwohl der Designer das Shirt erst am Vorabend der Show erdacht hat, stand es für weit mehr als nur einen flüchtigen Moment – getragen von Stars wieAddison Rae und Charli XCX – es war ein unmissverständliches Statement für die trans Community in einem politischen Klima, das ihr Existenzrecht infrage stellt.
Daran anknüpfend hatMAC Cosmetics, bekannt für sein langjähriges Engagement mit VIVA GLAM, eine Partnerschaft mit Ives angekündigt. Neben einer Neuauflage des heiß geliebten „Protect the Dolls“-Shirts lanciert die Brand außerdem Lippenstifte in limitierter Auflage mit demselben Slogan. Unterstrichen wird das von MACs globalem Creative DirectorNicola Formichetti, denn 100 % der Erlöse kommenLGBTQIA+-Organisationen zugute – um Ives’ Botschaft von Haltung und Engagement statt bloßer Viralität weiterzutragen.
Zur Feier des Launches holte MAC eine Riege wegweisender „Dolls“ vor die Kamera. Die Marke setzte dabei aufDominique Jackson, Josephine DuPont, Ivy Stewart und Green Kim. Im Kern ruft dieKollaboration die Träger:innen dazu auf, weiterzugehen, als nur ein T-Shirt zu kaufen. Vor allem hofft Conner Ives, dass alle, die „Protect the Dolls“ stolz auf der Brust tragen, auch über das Eintreten für trans Rechte sprechen können. „Niemand bekommt es umsonst“, sagt Ives zu Hypebae.
Im Folgenden sprechen wir mit Conner Ives und Nicola Formichetti darüber, was diese Partnerschaft für sie bedeutet.
Was war die Inspiration hinter dem „Protect the Dolls“-T-Shirt?
Ives: Das T-Shirt ist im Grunde um 22 Uhr am Abend vor meiner Herbst/Winter-2025-Show entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war die neue Regierung in Amerika gerade eingesetzt worden – sie riss die Rechte und Gesetze unserer Freund:innen und unserer Familien ein, und ich fühlte mich einfach völlig hilflos.
Ich wollte unbedingt einen Weg finden, diese Hilflosigkeit auszudrücken, ohne dieses Gefühl der Leere, das Mode-Aktivismus manchmal hinterlassen kann. Ich trug es beim Schlussapplaus. Es war nicht einmal Teil der Show, aber es hat ihr die Show gestohlen – und ich war so dankbar dafür. Am Ende haben wir über 600.000 Dollar für Trans Lifeline gesammelt – und jetzt stehen wir hier mit MAC VIVA GLAM. Das ist ein unglaublicher nächsten Schritt für uns.
Hat dich die Resonanz überrascht?
Ives:Es war definitiv überwältigend. Nicola und ich haben viel darüber gesprochen und gemerkt: Das Geheimnis lag darin, wie wir den Fundraising-Aspekt kommuniziert haben. Wir haben keinen Cent Gewinn aus dem Shirt behalten, und sogar alle Celebrities, die es trugen und darüber posteten, haben ihre T-Shirts bezahlt. Das war der Grundpfeiler dieser Bewegung. Ich habe gesagt: „Niemand bekommt das umsonst.“
Woher kam die Idee zur Partnerschaft mit MAC VIVA GLAM?
Formichetti:Ich war ein riesiger Fan von dem, was Conner macht, und von seiner „Protect the Dolls“-Initiative. Sie hat mich wirklich berührt und mich auf sehr persönliche Weise erreicht – und zwar genau zum richtigen Zeitpunkt. Als ich dann bei MAC angefangen habe, wollte ich, dass meine erste Collaboration etwas ganz Besonderes wird. Bei VIVA GLAM gehen 100 % der Erlöse an Charity – genau das hat Conner auch gemacht. Ich wollte dafür eine größere Bühne schaffen, mit der Power von VIVA GLAM, damit zwei Powerhouses zusammenkommen und etwas noch Größeres bewegen können.
Hofft ihr, dass die Kollaboration Menschen dazu ermutigt, sich mit dem Eintreten für trans Rechte auseinanderzusetzen?
Ives:Absolut. Uns ist klar geworden: So groß dieser Moment auch war, unsere Plattform ist [viel kleiner] im Vergleich zu einem Player wie MAC, und die Mission dieser Bewegung war immer, sie vor so viele Augen wie möglich zu bringen. Ob jemand das T-Shirt kauft oder nicht, ist fast zweitrangig. Natürlich wollen wir, dass ihr das T-Shirt kauft, aber wir wollen vor allem, dass die Botschaft so weit wie möglich getragen wird. Das Geniale an dem Shirt war, dass es viele Gespräche ausgelöst hat: „Was bedeutet der Begriff Dolls? Wo kommt er her?“
Ich finde es wichtig, dass die Leute wissen, dass 100 % der Erlöse an trans Organisationen zurückfließen. Es ist ein Gesprächsanlass, und es ist essenziell, sich selbst zu informieren. Es ist das eine, wenn Leute fragen: „Wo hast du das Shirt her?“ – aber etwas ganz anderes, wenn sie sagen: „Was bedeutet es?“ Wir wünschen uns, dass jede Person, die das T-Shirt kauft, die tiefere Bedeutung von „Protect the Dolls“ versteht.
Glaubst du, dass Mode und Beauty per se politisch sind?
Formichetti: Wir haben die Superpower, etwas zu tun, das größer ist als unser Tagesgeschäft, weil wir über Kultur und das sprechen, was [in der Welt] passiert – und das kann Menschen wirklich beeinflussen. Ich liebe es, wenn Menschen zusammenkommen, gerade in Mode und Beauty, und etwas Gutes bewirken. VIVA GLAM hat das damals in gewisser Weise angestoßen, und es war so kraftvoll, dass bis heute darüber gesprochen wird. Wir führen dieses Erbe einfach fort – und indem wir mit jemandem wie Conner zusammenarbeiten, der die Youth erreicht und die Message modernisiert, entsteht etwas wirklich Wunderschönes.



















