Marina Abramović schreibt wieder Geschichte
Die Gallerie dell’Accademia widmet ihr die erste große Einzelausstellung einer lebenden Künstlerin.
Marina Abramovićbricht seit Langem Rekorde und festigt damit ihren Status als eine der wichtigsten Künstlerinnen unserer Generation. 1977 war Abramović die erste Frau, die bei der Venice Biennale einen Goldenen Löwen für ihre Performance „Balkan Baroque“ mit nach Hause nahm. Jetzt, zu Beginn ihres 80. Lebensjahres, kehrt sie in die schwimmende Stadt zurück – mit einer bahnbrechenden Schau,„Transforming Energy“, in der Gallerie dell’Accademia. Es ist die erste große Einzelausstellung der Institution, die einer lebenden Künstlerin gewidmet ist.
Kuratiert von Shai Baitel, findet die Ausstellung parallel zur Venice Biennale statt und setzt Abramovićs bahnbrechende Performance-Arbeiten in Szene – im Spannungsfeld opulenter Renaissance-Meisterwerke. Zur Festigung ihres Vermächtnisses in der Stadt treten ihre radikalsten Werke in einen direkten Dialog mit den historischen Stücken.
Ein Höhepunkt der Schau ist die Inszenierung von „Pietá (with Ulay)“ (1983) neben Tizians Original aus dem 16. Jahrhundert – ein jahrhundertübergreifender Dialog über Trauer und Transzendenz. Abramovićs Faszination für Ausdauer und spirituelle Transformation zeigt sich zudem in den „Transitory Objects“, einer interaktiven Serie aus Stein- und Kristall-Liegen, auf die sich Besucherinnen und Besucher legen oder stellen, um „Energieübertragungen“ zu aktivieren. Das ist Abramović in Höchstform – und eine Ausstellung, die Sie sich in diesem Jahr nicht entgehen lassen sollten.
Die Schau ist noch bis zum 19. Oktober in Venedig zu sehen.
Außerdem, das sind die Künstlerinnen, die Sie in diesem Jahr auf der Venice Biennale unbedingt sehen sollten.



















