Nan Goldins „The Ballad of Sexual Dependency“ kommt als große Ausstellung nach London
Bilder, die das wilde Nachtleben im Downtown New York der Jahre 1973 bis 1986 festhalten.
Schweißtreibende Nightclubs, fremde Schlafzimmer und Sofas wildfremder Menschen – das ist Downtown New York in einer längst vergangenen, aber kulturell bis heute nachhallenden Zeit. Vor 40 Jahren festgehalten von der Fotografin Nan Goldin in ihrem Fotobuch The Ballad of Sexual Dependency, werden die Aufnahmen nun gemeinsam präsentiert von Gagosian in der Davies Street Galerie in London, womit das gesamte Œuvre zum ersten Mal in der UK.
Die genreprägende Veröffentlichung feiert mit dieser Schau ihr vierzigjähriges Jubiläum; die Aufnahmen entstanden zwischen 1973 und 1986. The Ballad of Sexual Dependency ist eine Reflexion über Intimität, Geschlecht und Macht und gilt weithin als das bis heute wichtigste Werk der Fotografin. Die Bilder zeichnen nicht nur ein eindringliches Porträt von New York, sondern haben die visuelle Kultur weltweit geprägt, indem sie das Leben junger Menschen treffsicher einfangen. Von durchfeierten Nächten mit Freund:innen bis zu zufälligen Begegnungen mit Fremden – es sind vertraute Momente, die bis heute nachhallen.
In der chaotischen Atmosphäre alltäglicher Räume aufgenommen, stellte Goldins unverstellter Blick den Status quo infrage und holte tabuisierte Bilder aus den Randzonen mitten in den zeitgenössischen Kunstdiskurs. Geschlechterrollen, Beziehungen und Dancefloors werden ausgelotet – mit ungeschönten Kulissen und Protagonist:innen, die sich der Kamera scheinbar gar nicht bewusst sind.
Goldin sagt: „Ich suche mir keine Menschen aus, um sie zu fotografieren; ich fotografiere direkt aus meinem Leben. Diese Bilder entstehen aus Beziehungen, nicht aus Beobachtung.“ Und weiter: „The Ballad of Sexual in its entirety forty years after I published the book is to reaffirm that desire for transformation and the difficulty of connection and coupling are still true to our world. I’m still impressed that generation after generation finds their own stories in in ihrer Gesamtheit vierzig Jahre nach der Veröffentlichung des Buches zu zeigen, bedeutet zu bestätigen, dass der Wunsch nach Veränderung und die Schwierigkeit von Verbindung und Paarbildung in unserer Welt noch immer bestehen. Es beeindruckt mich bis heute, dass Generation um Generation ihre eigenen Geschichten in The Ballad
, und sie dadurch lebendig hält.“Die Ausstellung eröffnet am 13. Januar 2026. Auf der Website von Gagosian
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