Die spannendsten Kunstausstellungen 2026, die du nicht verpassen darfst
Girlhood, die 90er und die Antwerp Six – alles, was du 2026 sehen musst.
Ein neues Jahr verlangt nach frischer kreativer Inspiration – und wir haben genau das Richtige dafür. Wenn Galerien ihre kommenden Programme enthüllen, gibt es zahlreiche neue Ausstellungen und Installationen, in die Sie sich stürzen können. Damit einher geht allerdings die Frage, was Ihre Zeit (und Ihr Ticketbudget) wirklich wert ist. Um es übersichtlicher zu machen, haben wir es auf die Ausstellungen reduziert, für die sich Vorausplanen und Vorbuchen wirklich lohnt.
Von großen Mode-Retrospektiven bis zu Ikonen der modernen Kunst – dieser Edit filtert den Lärm heraus. Zu den Highlights zählen die Tate Modern mit ihrer bislang größten Tracey Emin-Ausstellung, flankiert von einem pointierten Blick auf die 90er-Jahre-Kultur, kuratiert von Edward Enninful OBE, sowie ein Meilenstein in Belgien, wo die Antwerp Six erstmals gemeinsam im Antwerp Design Museum. Anderswo können sich Liebhaber:innen moderner Kunst auf alles von Euan Uglow bis Jeff Koons, während der Surrealismus endlich die ihm gebührende Bühne erhält.
Lesen Sie weiter für unsere Must-see-Ausstellungen 2026.
The 90s in der Tate Britain
The 90s beleuchtet ein Schlüsseljahrzehnt, in dem eine kreative Welle das Gesicht der britischen Kultur veränderte. Während sich das Land aus der Rezession löste, entstand parallel eine neue Welle aus Optimismus, Freiheit und Rebellion – getragen von einer vielfältigen, jungen Kreativgeneration. Die Ausstellung zeigt, wie Systeme aufgebrochen wurden, wie Kunst und Popkultur kollidierten und welchen nachhaltigen Einfluss die Protagonist:innen dieser Zeit bis heute haben. Zu sehen sind Bilder von Fotograf:innen wie Juergen Teller, Nick Knight und Corinne Day, dazu Werke von Damien Hirst und Modekollektionen von Designer:innen, die das Jahrzehnt geprägt haben. Gezeigt werden Stücke von Vivienne Westwood, Alexander McQueen und Hussein Chalayan. Kuratiert von Edward Enninful OBE, dessen einflussreiche Stimme in Mode und Kultur der Schau zweifellos eine prägende Handschrift verleiht.
The Antwerp Six im MoMu
Im MoMu in Antwerpen ist dies die erste große Ausstellung, die Dries Van Noten, Ann Demeulemeester, Walter Van Beirendonck, Dirk Bikkembergs, Dirk Van Saene und Marina Yee. 1986 brach die Gruppe junger Designer:innen mit ihren Kollektionen zur London Fashion Week auf, um nach ihrem Abschluss an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen wahrgenommen zu werden. Die britische Presse entdeckte die Gruppe schnell – konnte ihre Namen jedoch kaum aussprechen und taufte sie kurzerhand The Antwerp Six. Zum 40. Jubiläum der legendären Fahrt im gemieteten Van nach London widmet das Modemuseum Antwerpens der Gruppe nun eine große Ausstellung. Es ist zugleich das erste Mal, dass eine große Schau allen sechs Designer:innen gleichermaßen gewidmet ist.
Dreamworld: Surrealism at 100 im Philadelphia Art Museum
Der Surrealismus rückt groß in den Fokus im Philadelphia Museum of Art (PhAM) mit Dreamworld: Surrealism at 100, frisch von seiner europäischen Tour. Mit fast 200 Werken von über 70 Künstler:innen zeichnet die Ausstellung nach, wie sich die Bewegung entwickelt, provoziert und erweitert hat – und dabei stets ihrer Faszination für das Unterbewusste treu blieb. Zu sehen sind Arbeiten von Künstler:innen wie René Magritte, Salvador Dalí, Frida Kahlo, Lee Miller, Joan Miró, Pablo Picasso und Mark Rothko. Diese atemberaubende Schau wirft einen spekulativen Blick darauf, was passiert, wenn Künstler:innen Logik zugunsten von Möglichkeiten hinter sich lassen. Es ist eine Rückkehr zu Staunen und Fremdheit.
Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependency bei Gagosian
Gagosian in London zeigt Nan Goldins Fotografien aus ihrem Buch The Ballad of Sexual Dependency, zum ersten Mal wird das gesamte Werk in der UK. Verschwitzte Nachtclubs und fremde Sofas werden im Downtown von New York zwischen 1973 und 1986 dokumentiert. Das genreprägende Werk feiert mit dieser Schau sein 40-jähriges Jubiläum – eine radikale Reflexion über Intimität, Geschlecht und Macht. Die Bilder gelten weithin als Goldins wichtigstes Werk. Entstanden im chaotischen Alltag, stellt ihr ungeschönter Blick gängige Normen infrage und holte intime Bildwelten aus der Nische in den Mainstream der zeitgenössischen Kunstdebatten. Geschlechterrollen, Beziehungen und Dancefloors werden erkundet – mit rauen Kulissen und ahnungslosen Protagonist:innen. Diese Ausstellung sollten Sie auf keinen Fall verpassen.
Euan Uglow, An Arc from the Eye in der MK Gallery
Die MK Gallery in Milton Keynes zeigt Euan Uglow: An Arc from the Eye, die erste große UK-Ausstellung seit über 20 Jahren, die dem einflussreichen britischen Figurmaler gewidmet ist. Gezeigt werden über 70 Gemälde und Zeichnungen – von monumentalen Akten und inszenierten Stillleben im Atelier bis zu Landschaften aus seinen Sommern in Europa. Uglows Arbeiten treten in Dialog mit Werken von Künstlern, die ihn geprägt haben, darunter Paul Cézanne und Alberto Giacometti.
Girls: On Boredom, Rebellion and Being In-Between im MoMu
Girls. On Boredom, Rebellion and Being In-Between vereint Fotografie, bildende Kunst, Mode und Film zu einer Ausstellung über weibliche Adoleszenz, die die Komplexität und Nostalgie von Girlhood erforscht. Es geht um weit mehr als ein Thema – es ist eine Form, Teile von uns selbst wiederzuentdecken. Bunte Haarklammern, Kommunionskleider und Feen-Accessoires sind nur einige der Objekte, die uns im Handumdrehen in eine Zeit zurückversetzen, die unser Leben geprägt hat. Gezeigt werden Werke von Sofia Coppola, Juergen Teller und Simone Rocha, Girls untersucht, wie Girlhood durch verschiedene Medien erinnert und dargestellt wird. Fragen nach Weiblichkeit, der Infantilisierung von Frauen und dem Einfluss von Girlhood auf die visuelle Kultur ziehen sich durch die Schau und entwerfen ein kraftvolles, zugleich zartes Porträt.
Tracey Emin, A Second Life in der Tate Modern
Die Tate Modern in London wird die bislang größte Ausstellung ausrichten, die das Werk der weltberühmten Künstlerin Dame Tracey Emin würdigt. Unter dem Titel A Second Life, spannt sie einen Bogen über 40 Schaffensjahre – von Schlüsselinstallationen der 1990er bis zu jüngsten, erstmals gezeigten Arbeiten – und wird so zur bedeutendsten Werkschau der Künstlerin. Zu sehen sind über 90 Arbeiten, darunter Malerei, Video, Textilkunst, Skulptur und Installation; im Zentrum steht das ikonische Werk „My Bed“ (1988). Die bahnbrechende Installation war zuletzt 1999 in der Tate Modern zu sehen, damals als nominierte Arbeit für den Turner Prize, und zählt heute zu ihren weltweit bekanntesten Stücken.
Jeff Koons, „Venus“ Lespugue im Museum of Cycladic Art
Das Museum of Cycladic Art in Athen zeigt Jeff Koons‘ „Venus“ Lespugue in der ersten öffentlichen Präsentation der Skulptur „Balloon Venus Lespugue“. Die Schau untersucht die Bedeutung der Venusfigur vom Paläolithikum bis in die Gegenwart und fragt, wie das universelle Archetyp der Fruchtbarkeit Zeit und Raum überschreitet. Koons greift dabei auf eine Fülle kunsthistorischer Referenzen zurück – von Botticelli bis Brancusi –, in denen die Vorstellung von Schönheit und Figur zentral ist. In einem aufwendigen, zeitgemäßen Prozess transformierte er das fetischisierte Original mit seinen überzeichneten Rundungen in eine monumentale, ballonartige Skulptur mit Proportionen, die an eine Giacometti-Figur erinnern.
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