Mode

Wie Edie Liberty Rose mit Koroma Archive ein sicheres Vintage-Mode-Paradies schuf

Wir haben mit Model, Stylistin und Gründerin von Koroma Archive gesprochen, um mehr über Londons neuesten Vintage-Store zu erfahren.

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Stylistin der Stars, Model und Allround-It-Girl Edie Liberty Rosehat es sich zur Mission gemacht, Vintage-Mode weniger einschüchternd zu machen. Deshalb hat sie Koroma Archive, einen physischen Store in West London, in dem Fashion-Fans Events hosten, Designer-Vintage mieten oder kaufen können und vor allem eines erleben: eine wirklich entspannte, überhaupt nicht einschüchternde Fashion-Experience.

Das Archiv selbst ist das Ergebnis jahrelangen Sammelns von Vintage-Pieces – mit ein bisschen Unterstützung aus dem Kleiderschrank ihrer Mutter, natürlich – plus gezieltem Sourcing für Kundinnen wie Sienna Spiro und umfasst alles von Vintage-Vivienne Westwoodbis hin zu Archiv-JPG.

Wir haben im Store vorbeigeschaut, um mehr darüber zu erfahren, wie Koroma entstanden ist, wie Rose ihre Vintage-Schätze sourced und welche Pläne sie für die Zukunft des Spaces hat.

Lies weiter für das komplette Interview und schau auch auf der Koroma-Archive-Websitevorbei, um einen genaueren Blick auf das aktuelle Angebot zu werfen.

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Erzähl mir ein bisschen, wie Koroma Archive entstanden ist. Was war für dich der Ausgangspunkt?
Also, der Ausgangspunkt war meine Shopping-Sucht – ich glaube, damit startet man ziemlich oft, wenn man so etwas macht. Dann habe ich angefangen zu stylen und alles aus meiner Wohnung heraus gemacht. Ich habe einfach die wildeste Vintage-Sammlung aufgebaut, und alles stand in Kisten herum. Mein Freund, der praktisch bei mir wohnt, meinte nur: „Du kannst das nicht ewig so weitermachen, du musst etwas daraus machen“ – und hat dann den Space gefunden.

Großartig. Was ist die Geschichte hinter dem Namen?
Der Name ist der Mädchenname meiner Oma. Sie ist jemand, der mich in meinem Leben so sehr unterstützt hat, und ich wollte sie einfach mit hineinnehmen. Sie kommt aus Sierra Leone und weigert sich, ihr kleines Dorf zu verlassen – das hier ist also meine Art, sie mit dabeizuhaben.

Das ist wahrscheinlich der Teil, der mich am meisten fasziniert … Wie baut man überhaupt so ein Archiv auf? Wie sieht dein Sourcing-Prozess aus, und wie kuratierst du die Pieces? Wo fängt man da an?
Ich verbringe im Grunde mein ganzes Leben damit, auf eBay zu bieten und Auktionsseiten durchzugehen. Meine Augen sind nicht auf Social Media unterwegs – eBay und Vestiaire Collective sind mein Social Media. Ich verbringe Stunden mit Scrollen. Und dann gehe ich, egal wohin ich reise, immer auf die Märkte – und ich finde, in Italien ist es am allerbesten zum Sourcen, weil all diese unglaublichen älteren Frauen keine Ahnung haben, wovon sie sich da trennen. Sie schicken es einfach auf den lokalen Markt – und du findest am Ende wahnsinnig tolle Sachen.

Das ist wortwörtlich mein Traum, das die ganze Zeit zu machen. Aber heißt das, du bist immer „on“? Wenn du in den Urlaub fährst, kannst du nicht nicht shoppen?
Jedes Mal, wenn wir für die Arbeit unterwegs sind, verbringen wir am Ende einen ganzen Tag nur mit Vintage-Shopping. Wenn wir frei haben, machen wir nichts anderes, als in Läden und auf Märkten zu sein. Aber ich glaube, ich hätte das auch ohne „Ausrede“ gemacht – jetzt habe ich eben eine und kann sagen: „Nein, nein, ich bin superproduktiv.“ Aber ganz ehrlich: Ich hätte es sowieso gemacht.

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Verstehe ich total. Wenn du so viel vor Ort sourced – wie authentifizierst du die Sachen direkt im Kopf? Gibt es Dinge, auf die du besonders achtest?
Dadurch, dass ich mir seit so vielen Jahren Vintage- und Designer-Mode anschaue, gibt es definitiv Merkmale, an denen ich erkenne, wenn etwas nicht echt ist. Aber wenn ich mir mal unsicher bin, kann man es natürlich professionell authentifizieren lassen. Und viele Seiten wie eBay oder Vestiaire, bieten beim Kauf ja ebenfalls eine Authentifizierung an.

Was sind Dinge, bei denen du sofort weißt: „Okay, das ist nicht echt“?
Meistens das Futter innen oder – bei einer Handtasche – der Reißverschluss. Das Futter oder die Badges an Hosen, generell die Labels: Da sieht man den Unterschied wirklich. Es sind vor allem die Patches oder Etiketten; manchmal sind die inneren Labels auf eine völlig verrückte Art gemacht.

Was deinen Sourcing-Prozess angeht: Das hast du ja ursprünglich einfach gemacht, weil du es liebst. Wie hat sich das jetzt mit Koroma verändert? Musst du jetzt aktiv dafür rausgehen? Hast du einen Wochenmarkt, den du immer besuchst?
Der Prozess hat sich verändert, weil ich nicht mehr nur für mich selbst shoppe. Auch wenn ich oft denke: „Oh mein Gott“, ist der Ablauf eigentlich derselbe, weil ich sowieso so viel Zeit mit Suchen verbringe. Es ist nur, nicht unbedingt stressiger, aber man muss sich fragen: „Würde das wirklich jemand kaufen, oder drehe ich gerade einfach durch?“

Und dann musst du auch Pieces einkaufen, die nicht unbedingt deinem eigenen Stil entsprechen. Ich möchte zwar, dass alles von mir kuratiert ist, aber gleichzeitig soll jede Person hereinkommen und etwas finden können, das sie tragen möchte – und ich glaube, mein Stil ist für manche vielleicht ein bisschen „out there“. Und dann ist da noch das Thema Größen: Ich kaufe nicht nur meine eigenen Größen. Ich will die Sachen hier zwar selbst tragen können, aber ich muss auch sicherstellen, dass alle anderen sie ebenfalls tragen wollen.

Was ist dein Lieblingsstück – oder was sind einige deiner liebsten Funde –, seit du mit dem Archiv angefangen hast?
Ich würde sagen: viele dieser Manolos. Ich bin ein absoluter Sucker für alles mit Fell oder Haar, wie diese hier. Leider nicht meine Größe, es ist eine 41. Dann das korsettierte Vivienne-Westwood-Runway-Kleid – ich hatte das vorher noch nie gesehen, ich bin besessen davon. Es ist eines dieser Teile, die ich unbedingt tragen möchte, bevor es jemand kauft, aber ich gehe nirgends hin. Und dann gibt es ein Mugler-Kleid, das wirklich süß ist. Oh, ich liebe das Samt-Zweiteiler-Set von JPG [Jean Paul Gaultier]. Und ein kleines Fendi-Tuch – eigentlich so ziemlich alles.

 

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Wir haben es eben schon kurz angeschnitten, aber beim Thema Mieten versus Kaufen: Wie hast du entschieden, dass hier beides möglich sein soll – und wie legst du fest, was zu mieten ist und was zum Verkauf steht?
Grundsätzlich kann man alles mieten. Jede Person kann jedes Teil ausleihen, es kostet einfach 20 % des Preises für eine Woche. Und dann gibt es natürlich die reinen Archivstücke, bei denen ich mir denke: „Ich bringe es einfach nicht übers Herz, mich davon zu trennen“ – die kann man dann nicht kaufen.

Dadurch, dass ich selbst als Stylistin angefangen habe, ist mir klar geworden, wie groß dieser Markt ist. Gerade in puncto Nachhaltigkeit – und auch wegen des Internets, es ist ja eigentlich traurig, dass Leute Dinge kaum noch zweimal tragen: Wenn du ein Teil hast, etwas wirklich Schönes, trägst du es auf einer Hochzeit und machst Fotos, oder du trägst es zu einem Event und machst Fotos – danach wird es oft einfach nicht mehr angezogen.

Und dann hast du Hunderte Pfund für ein Outfit ausgegeben, das du nie wieder trägst. Deshalb glaube ich, dass es für das Mieten einen riesigen Markt gibt – und zwar nicht nur für Shootings oder Celebrity-Stylists. Man kann auch Pieces für Fashion Weeks und ähnliche Anlässe ausleihen.

Hast du das Gefühl, dass dich das auch ein bisschen dazu bringt, deine eigene Garderobe öfter zu re-wearen? In dieser Branche postet man etwas und denkt dann: „Okay, ich kann es noch mal tragen, aber vielleicht anders gestylt oder erst nach einer Weile.“
Ich versuche, mich von dieser Denke wegzutrainieren, und ich glaube, dadurch sind all meine Spaß-Vintage-Teile hier im Shop gelandet – und meine eigene Garderobe ist nach und nach immer schlichter geworden. Aber ich glaube, eine Capsule Wardrobe ist gerade genau mein Ding – dann kannst du Teile ständig neu kombinieren. Ein gutes, strukturiertes Vintage-Piece kannst du auf eine Million Arten re-wearen.

Ja, generell wirkt es so, als würden immer mehr Menschen zu Vintage greifen – auch wegen TikTok-Trends, Polka-Dots und all diesen Themen, wo man einfach nicht dasselbe tragen will wie alle anderen?
Und selbst wenn man diese TikTok-Trends unterbewusst aufsaugt, kann man sie im Vintage-Laden oder Secondhand finden. Wenn du einen gepunkteten Minirock tragen willst und einen Vintage-Versace-Rock findest, weißt du, dass in dieses Teil viel mehr Zeit und Gedanken geflossen sind. Es hat eine Geschichte – und du kannst ein Vintage-Stück problemlos wieder verkaufen, während du einen Zara-Punkte-Minirock eher nicht loswirst.

 

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Fairerweise sehe ich schon sehr viel Zara auf Vinted …
Ich habe eigentlich nichts gegen Zara auf Vinted, aber es gibt wirklich sehr viel davon. Leute sagen dann auch Dinge wie „Archive River Island“, und ich denke mir nur: Girl, was soll das heißen?

Wie definierst du Vintage?
Ich glaube, es sind nur 20 Jahre. Also ist 2006 jetzt Vintage, was total verrückt ist. Ich habe das neulich zu meiner Mutter gesagt, denn der Grund, warum ich in Vintage reingekommen bin, ist, dass sie schon immer die unglaublichste Sammlung hatte. Ich habe ihr Tom Ford-Gucci-Kleid zu meinem Schulabschlussball getragen. Ein Großteil meiner Garderobe – wenn ich Komplimente bekomme, sage ich eigentlich immer: „Ja, das war von meiner Mutter.“

Wie du auch solltest!
Ich habe ihr Fall-2000-Kleid dieses Jahr zu den Fashion Awards getragen. Ich habe Sienna sogar schon in Teilen gestylt, die meine Mutter längst im Schrank hatte.

Sie klingt nach einer sehr großzügigen Frau …
Die Hälfte der Zeit weiß sie es gar nicht! Dann schickt sie mir eine Nachricht und meint: „Erfahre ich das jetzt so?“

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Insgesamt wirkt es, als würden wieder mehr Leute offline shoppen wollen und eine echte Experience suchen. Hat das eine Rolle gespielt, als du dich entschieden hast, für Koroma einen physischen Space zu eröffnen und nicht nur eine Website zu haben?
Das habe ich auf jeden Fall mitbedacht – es nicht nur als Website zu machen, obwohl das beim Start natürlich viel naheliegender wäre. Aber gerade bei Vintage finde ich persönlich: Man bekommt kein echtes Gefühl für ein Teil, wenn man es nicht live sieht.

Ich mochte die Idee, dass jemand hier eine persönliche Experience hat: Man kann einen Termin buchen und den gesamten Space für sich haben. Man kann mit Freundinnen kommen, Musik laufen lassen, so viel anprobieren, wie man will, und Fotos machen. Ich mochte einfach den Gedanken, dass es eine viel persönlichere Shopping-Erfahrung ist, statt nur schnell in einen Laden zu hetzen, einmal im Kreis zu schauen, weil alles so voll ist, und sich dann zu gehemmt zu fühlen, wirklich etwas anzuprobieren.

Oh ja, dieses Gefühl kenne ich!
In manchen Vintage-Stores ist die Atmosphäre richtig angespannt, und man hat das Gefühl, bewertet zu werden. Oder da steht ein älterer Herr, der einem Sachen entgegenschleudert und sagt: „Probier das an!“ Ich wollte einfach, dass es sich mehr wie eine girly Personal-Shopping-Suite anfühlt – eine Vintage-Personal-Shopping-Experience.

Klingt großartig. Ich war tatsächlich beim Sale von Julia Hobbs hier – hast du vor, öfter solche Events oder Takeovers zu machen, bei denen Leute ihre Sachen verkaufen können?
Ich hatte tatsächlich die Idee, eine Gruppe von Leuten einzuladen, und jede Person bekommt eine eigene Kleiderstange. Ich würde supergern ein Breakfast hosten, etwas Ähnliches wie den Vogue-Vintage-Sale neulich – den Space einfach dafür nutzen, dass Leute reinkommen können, in Zusammenarbeit mit eBay, mit Vestiaire, und kleine girly Events veranstalten. Die Kleidung kann natürlich trotzdem hängen, aber zum Beispiel eine meiner besten Freundinnen macht handgemachte Journals, und sie meinte: „Wir könnten einen Workshop machen!“

Ich möchte, dass es ein schöner Space ist, in dem man sich wohlfühlt. Wir sagen so schnell „Mädels“, weil es Frauenkleidung ist, aber natürlich kann jede Person kommen. Wir haben schon ein paar Jungs aus den Sachen an den Stangen gestylt, und mein Freund klaut ständig die Kleidung – mein Bruder auch. Ich mag die Idee, dass es ein Ort ist, an dem Leute Events hosten können: einen Coffee Morning, eine Wine-Night hier drin.

 

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Das klingt alles sehr cute. Daran anschließend: Wie siehst du den Space in der Zukunft?
Ich möchte, dass es weiterhin ein Ort bleibt, an den Leute kommen und Looks mieten können. Gleichzeitig soll es ein schöner Community-Space sein – easy, unkompliziert, ein Ort, an dem man einfach gern abhängt. Und auch offen für ganz normale Leute, die shoppen wollen, für andere Stylist:innen und alle, die Looks mieten möchten.

Ich mag die Vorstellung, dass es ein Fashion-Space ist, der nicht einschüchtert. Es gibt so viele Orte, an denen man nach High-End-Mode sucht – sogar viele Vintage-Shops, in denen ich einkaufe – und man kommt rein und fühlt sich sofort eingeschüchtert oder die Leute sind so: „Weißt du überhaupt, was das ist?“ Und ich denke mir: Nein, lass sie doch einfach Spaß haben, die Sachen anprobieren und genießen. Ich finde, [Koroma] ist eine entspannte, nicht einschüchternde Shopping-Experience.

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Dieser Artikel wurde automatisch aus dem Englischen übersetzt.
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