Diese Schuhdesignerin will, dass du deine Zehen zeigst
Zehen sind DAS It-Accessoire 2026 – und diese Brand macht sie ultra-stylish.
Die Mode hat gerade eine kleine Schwäche für Füße – und Curtsy Toes ist einer der wichtigsten Namen, der gerade die Meinung dazu prägt, ob man seine Zehen zeigen sollte. Mit einem mutigen, von Zehenspreizern inspirierten Heel, hat die australischeSchuhbrand sofort unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Gemacht für Girls, die keine Angst haben, aus der Masse herauszustechen, hat sich Curtsy Toes mit seinen Signature-Wedges schnell eine kultige Fanbase aufgebaut.
Während die Marke mit neuen Styles expandiert und bereits eine flache Sandaletten-Version ihrer ersten Wedges gelauncht hat, könnte genau sie am Ende bestimmen, wie lange die Mode noch von unseren Zehen besessen bleibt. Mit allem von Stilettos bis hin zu Alltags-Flats in der Pipeline ist Curtsy Toes die neue It-Girl-Brand – zumindest für alle, die keine Scheu haben, ein bisschen Haut zu zeigen.
Für die aktuelle Ausgabe von Baes With Kicks, haben wir mit der Gründerin der Brand, Beatrice Taylor, darüber gesprochen, warum Zehen das nächste große Ding der Branche sind, über ihren Design-Background und weshalb ihre Schuhe so aussehen, wie sie aussehen. Scroll weiter, um das komplette Gespräch zu lesen.
Name: Beatrice Taylor
Location: Sydney, Australien
Occupation: Founder & Designer
Was hat dich dazu gebracht, eine Schuhmarke zu gründen?
Ich hatte schon immer breitere, größere Füße und habe mich schwergetan, Schuhe zu finden, die sowohl bequem sind als auch zu meinem Stil passen. Die meisten femininen High Heels sind zu schmal, sehen an mir absurd aus und sind schlicht schmerzhaft. Vor ein paar Jahren habe ich mich dann für Barfußschuhe und die Wissenschaft dahinter interessiert, aber der Markt beschränkte sich größtenteils auf Wander-schuhe oder orthopädische Sandalen. Ich habe da eine klare Lücke gesehen und wollte Schuhe kreieren, die ich selbst wirklich tragen würde – etwas, das sich gut anfühlt und trotzdem sophisticated aussieht.
Warst du schon immer an Mode und Design interessiert?
Ja, auf jeden Fall. Schon als Kind habe ich es geliebt, mich mit meiner Schwester zu stylen und Fotoshootings mit Digitalkameras zu machen; als Teenies haben wir sogar kleine Lookbook-Accounts erstellt. Dieses Interesse hat dann ganz natürlich dazu geführt, dass ich einen Bachelor in Fashion Design am FDS in Sydney studiert habe.
Split-Toes und andere zehenfokussierte Schuhe werden gerade immer beliebter. Wie bist du daran gegangen, ein Design zu entwerfen, das sich vom Rest abhebt?
Der Designprozess begann mit den Zehenspreizern, mit denen ich damals experimentiert habe. Der Toe-Post-Wedge entstand fast aus einem Witz heraus – ich habe Fußgesundheits-Konzepte mit einem High Heel gemixt. Ich fand die Idee spannend, mit diesen Gegensätzen zu spielen, und wollte eine Silhouette schaffen, die ein bisschen rebellisch ist und Gespräche anstößt. Und das ist extrem gut angekommen. Die Zehenspreizer in Kombination mit dem breiteren Fußbett machen die Schuhe deutlich bequemer als normale Heels. Sie bieten eine Option für Menschen wie mich, die High Heels tragen wollen, ohne sich dem kompletten Schmerz auszuliefern.
Zehenfokussierte Designs spalten die Branche extrem. Was hältst du vom Hype und der wachsenden Beliebtheit dieses Schuhstyles?
Ich glaube, der Nischencharakter ist ein großer Teil der Faszination. Er zieht mutige Menschen an, die selbstbewusst Toe-Style-Schuhe oder Barfuß-Varianten tragen – ob aus funktionalen Gründen oder einfach wegen der Vibes. Aus Erfahrung weiß ich: Diese Styles lösen fast immer Reaktionen aus, Leute fragen: „Was sind das bitte für Schuhe?“ Aber genau das gehört zum Grenzenverschieben dazu. Mode hat sich schon immer weiterentwickelt, indem sie Traditionen infrage stellt – deshalb ist es nur logisch, dass diese Styles gerade an Fahrt aufnehmen. Curtsys viralste Momente spielen sich oft in den Kommentarspalten auf Social Media ab, wo genau diese polarisierenden Diskussionen entstehen.
Wie sehr beeinflussen Australien und die australische Mode deine Designs?
Australien beeinflusst meine Entwürfe auf jeden Fall, vor allem das Klima. Ich trage den Großteil des Jahres offene Schuhe, und das prägt natürlich die Art von Styles, die ich kreiere.
Du hast vor Kurzem eine flache Version des Toe-Post-Wedges eingeführt. Gibt es Pläne, das Design in Zukunft noch einmal zu überarbeiten?
Ja, ich arbeite aktuell an einigen neuen Designs mit dem Multi-Toe-Post-Konzept, und das wird definitiv weiterhin ein Signature-Element der Marke bleiben.
Curtsy Toes steckt ja noch in den Anfängen. Glaubst du, du bleibst bei offenen Schuhen, oder hast du auch schon über geschlossene Designs nachgedacht?
Ich entwickle gerade anatomische, geschlossene Designs, vor allem spitze Modelle, die die natürliche Form der Zehen nicht einengen oder verformen. Die Ballerinas werden auch sehr bald gelauncht, was mich besonders freut, weil sie seit über einem Jahr in Entwicklung sind.
Wo siehst du Curtsy Toes in fünf Jahren?
Ich möchte, dass die Marke eine echte Alternative zu klassischem Schuhwerk bietet – Styles, die demselben Ethos folgen: fußfreundlich breit und bequem, aber trotzdem so edel, dass man sie abends ausführen kann. Das Wachstum an neuen Modellen war bisher wegen der Produktionskomplexität eher langsam; während der Sampling-Phase gibt es extrem viel Hin und Her, um sicherzustellen, dass sie den Komfort wirklich liefern. Aber dieses Maß an Detailgenauigkeit ist mir sehr wichtig.
Ich bin gespannt, wie sich die Designs weiterentwickeln. Vor zwei Jahren hätte ich selbst niemals Heels getragen – und heute entwerfe ich Stilettos für meine eigene Garderobe. Dieser Wandel hat meine Sicht darauf, wie ich Komfort, Proportionen und Femininität innerhalb der Marke ausbalanciere, maßgeblich geprägt.



















