Sadi Studios: Die genderinklusive Schuhmarke, die wirklich für alle designt
Getragen von KATSEYE, Jennie und Megan Thee Stallion – das Label aus LA solltest du jetzt auf dem Schirm haben.
Sobald wir die krokotexturierten Nemo-Wedges der Brand auf unserem Instagram-FYP entdeckt haben, wussten wir, dass Sadi Studios etwas Besonderes ist. Gegründet von Sarah Ahn-Ianni in Los Angeles im Jahr 2022, hat sich die Brand seither eine beeindruckende internationale Fangemeinde aufgebaut – nicht nur dank ihrer Statement-Designs, sondern auch wegen der erweiterten Größenauswahl, die speziell für Dragqueens und trans Frauen entwickelt wurde.
Inspiriert von den Styles, die sich Ianni früher sehnlich wünschte, sich aber nicht leisten konnte, ist die Brand heute für markante Square Toes und chunky Wedges bekannt. Seit ihrer Gründung wurde Sadi Studios bereits von Größen wie Jennie, KATSEYE und Megan Thee Stallion, falls du bis dahin noch nicht hin und weg warst…
Während Sadi sich darauf vorbereitet, später in diesem Jahr den neuesten Style zu droppen, haben wir mit Ianni gesprochen, um mehr über ihren kreativen Prozess, die aktuelle Kollektion und ihre Zukunftspläne zu erfahren.
Lies weiter für das komplette Interview und schau unbedingt auf der Sadi-Studios-Website vorbei, um einen genaueren Blick auf die aktuelle Kollektion zu werfen.
Name: Sarah Ahn-Ianni
Location: Los Angeles
Beruf: Co-Founder / Creative Director
Erzähl uns ein bisschen von der Entscheidung, Sadi Studios zu gründen. Was war für dich der Ausgangspunkt?
Ich wusste immer, dass ich etwas Eigenes aufbauen wollte – Schuhe, die meine Freund:innen und ich wirklich tragen wollen. Das war immer der Ausgangspunkt und der Filter für alles, was wir tun.
Woher kommt deine Inspiration?
Vor allem vom People Watching. Mir fallen ständig die spannendsten, bestangezogenen Menschen auf – egal ob auf der Straße, in einem Film, einem Anime oder auf Reisen. Einfach diese Momente, in denen ein Look dich wirklich anspringt. Außerdem schöpfe ich viel aus Nostalgie: ältere Trends oder Styles, von denen ich als Teenager besessen war, mir aber damals nicht leisten konnte. In vielerlei Hinsicht designe ich, glaube ich, für mein Teen- oder Early-Adult-Ich.
Zum Beispiel wurde der CHOO von den Manolo x Timberlands inspiriert. Ich wollte als Jüngere unbedingt ein Paar haben und wusste immer, dass ich irgendwann eine moderne Version dieses Gefühls kreieren möchte – aber auf eine ganz eigene, sehr Sadi Art.

Was kannst du uns über deinen kreativen Prozess erzählen? Wie oft designst und launchst du neue Styles?
Im Moment konzentriere ich mich auf kleinere Capsule-Drops – etwa zwei bis vier pro Jahr. Manchmal beginnt alles mit einer Lücke in meiner eigenen Garderobe, einer Silhouette, die ich verzweifelt tragen möchte, aber nirgends finde. Andere Male läuft es genau andersherum: Ich bin unterwegs, um Materialien zu sourcen, verliebe mich völlig in einen Stoff oder ein Swatch und designe dann darum herum.
Ich designe auch sehr spontan. Ideen kommen, wenn sie kommen, und der Weg von der Idee bis zum finalen Sample kann Monate dauern. Ehrlich gesagt schaffen es nicht viele Entwürfe bis ins Ziel – und das ist für mich völlig okay. Ich bringe lieber weniger Pieces heraus, die mein Circle wirklich liebt, als aus Prinzip zu viel zu produzieren, nur um etwas Neues zu haben.

Welche Silhouette, die du bisher designt hast, ist deine liebste – und warum?
Mein absolutes Lieblingsstück kommt tatsächlich erst noch – eine neue Form, an der ich ganz still für FW26 gearbeitet habe und die später dieses Jahr droppt. Ohne zu viel zu verraten: Es ist ein neu interpretierter Moto-Boot mit einem typischen Sadi-Twist.
Aber von dem, was es jetzt schon gibt? Ganz klar einer unserer Bestseller, die HAN Boots. Ich war schon immer ein Boot-Girl, und diese asymmetrische Spitze zur eckigen Mini-Plattform fühlt sich für mich wie eine echte Sadi-Signature an. Und außerdem (das sage ich als jemand, der sehr viele Heels getragen hat): Sie sind wirklich unglaublich bequem. Die Leute sind darüber immer total überrascht – vor allem bei der Absatzhöhe!

Inklusives Design und erweiterte Größen sind ein zentraler Teil des Sadi-Studios-Angebots – warum ist dir das so wichtig?
Ich wollte, dass meine Freund:innen und ich uns repräsentiert fühlen und die Freiheit haben, wirklich das zu tragen, was wir wollen – statt von dem eingeschränkt zu werden, was die Industrie als „Standard“ definiert. Schuhe hinken der Kleidung in diesem Punkt so extrem hinterher, und das hat mich immer frustriert. Ich war es auch einfach leid, die schönsten großen Frauen und Dragqueens auf Heels balancieren zu sehen, die zwei Nummern zu klein sind. Wir haben 2026 – es gibt keinen Grund, warum das immer noch so sein sollte!
Wie navigierst du als unabhängiges Label die sich ständig verändernde Welt aus AI-Kampagnen, Fast-Fashion-Dupes und TikTok-Trends?
Eigentlich gar nicht. Du bleibst bei dem, was du tust, bleibst ruhig und machst einfach weiter. Als kleine Brand musst du darauf vertrauen, dass es einen Grund für deine Existenz gibt und dass das, was du aufbaust, seinen eigenen Platz hat.
Zum Schluss: Was kommt als Nächstes für die Brand?
Die praktische Antwort: unsere Größenauswahl weiter ausbauen und in neue Kategorien wachsen. Aber was mich wirklich begeistert, ist, unsere Sadi-Community weiter aufzubauen. Einen Raum zu schaffen, in dem Menschen zusammenkommen, sich connecten und so shoppen können, dass es sich wirklich persönlich anfühlt. Weniger transaktional, mehr so, als hättest du deine People gefunden.
Ich versuche, das alles Tag für Tag aufzusaugen, denn 2022 war mein Traum schlicht, Menschen in meinen Designs zu sehen. Jetzt, wo wir hier sind und Sadi so viel Liebe bekommt, bin ich einfach nur dankbar.



















