Mark Gong FW26: Der Endgegner jeder Situationship
„Gott bewahre, dass ein Girl Hobbys hat!!!“ – Mark Gong
Mark Gong ging an seine Fall/Winter 2026-Kollektionen mit ein paar Fragen heran: „Kann eine Frau süß, sexy und soft sein – und trotzdem diejenige bleiben, die alles in der Hand hat? Kann sie sich absichtlich in die falsche Person verlieben, nur um zu fühlen, wie sich das anfühlt? Kann sie mit Fantasien spielen, sie sogar genießen und trotzdem die Regie behalten?“
Seine Antworten? Die kommen in einer Schau voller Premieren. „Es ist das erste Mal, dass wir etwas so Süßes und so Farbenfrohes versuchen“, erzählt er Hypebae backstage. „Es ist das erste Mal, dass wir mit riesigen Stickereien arbeiten. Es gibt große, voluminöse Roben. Für mich war das alles unglaublich spielerisch und neu.“
Inszeniert in einem Labyrinth aus violettem Samt, setzte die Shanghai Fashion Week-Präsentation, bei der auch Simon Porte Jacquemus anwesend war, eher auf eine sinnliche, introvertierte Atmosphäre als auf das klassische große Spektakel. Die Kleidung selbst spiegelt diese Hinwendung zum Instinktiven wider und eröffnet einen Raum, in dem Weiblichkeit keine perfekt auszufüllende Rolle ist, sondern ein Spiel, das sich steuern lässt. Indem er sich auf das Paradox „sweet, sexy and soft“ konzentriert, zeigt Gong, dass eine Frau das Drehbuch schreiben kann, selbst wenn sie im Scheinwerferlicht steht.
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In dieser Saison rückte Mark Gong die Silhouette näher an den Körper heran und setzte statt auf funktionale Cargo-Elemente vergangener Kollektionen auf ein körpernahes, taktiles Erlebnis. Florale Perlenarbeiten und opulente Verzierungen verleihen den Stücken eine luxuriöse Note – und suggerieren, dass Dekoration eine eigene Form von Macht ist. Apropos Lustprinzip: Gong spielte auch mit Slogans. „God forbid a girl has hobbies“ und „Situationship Final Boss“ zierten Baby-Tees, Caps und Unterwäsche – ganz zu schweigen von den pinkfarbenen Plüschmanschetten auf den Sitzen für die Showgäste.
Auch die Farbgeschichte gibt sich kompromisslos und markiert die bislang satteste Palette der Brand: Tiefes Samtviolett, florales Pink und Olivgrün dominieren die Pieces und formen eine Garderobe, die an die suggestive, scharf konturierte Pop-Lyrik eines Sabrina-Carpenter-Songs erinnert.
Mehr zu SHFW FW26 gibt es in unserem ausführlichen Recap.



















