Lern die Designerin kennen, die Sneaker in tragbare Kunst verwandelt
Von seltenen Sneaker-Grails bis zum neusten Paar Nike Dunks – jeder Schuh wird in der Welt von Cereal Artist zum einzigartigen Kunstwerk.
Hast du dich schon einmal gefragt, wie dein liebstes Sneaker-Paar Sneaker als Interior-Piece oder brandneues It-Accessoire aussehen würde? Vivian Huang schon – und ihre Designs sind der Traum jedes Sneakerheads. Rosen aus PUMA Speedcats, Nieten-Gürteln und Nike-Kartenetuis sind nur der Anfang dessen, was Huang mit dem richtigen Paar Schuhen kreieren kann.
Seit sie vor über sechs Jahren ihre Design-Reise begonnen hat, ist Huang schnell zu einem der größten Namen in der Upcycling-Szene geworden. Mit Sneakern, Footballs und anderen unkonventionellen Materialien kreiert sie Statement-Pieces, die aus einer ganz natürlichen Liebe zu Schuhen entstanden sind – und sehr schnell ihren Weg in ihre Kunst.
Seit sie ihre Designs unter dem Internet-Pseudonym Cereal Artist postet, hat sie eine große Community aufgebaut und mit einigen der größten Brands und Franchises der Welt zusammengearbeitet. In der Sneaker- und Upcycling-Welt sind Frauen noch immer unterrepräsentiert, doch Huang lässt sich von diesem Mangel an Sichtbarkeit nicht bremsen und greift nach den Sternen. Mit großen Plänen für die Zukunft ist diese Creatorin definitiv eine, die man im Blick behalten sollte.
Für diese Ausgabe von Baes With Kicks, haben wir mit Huang über ihre Design-Reise, ihre Lieblingskreationen und die Zukunft von Cereal Artist gesprochen. Scroll weiter, um das komplette Gespräch zu lesen.
Name: Vivian Huang
Ort: Toronto, Kanada
Beruf: Multidisziplinäre Künstlerin und Designerin
Wann hast du mit Design und Upcycling angefangen?
Ich habe meine Kunst- und Design-Reise im Oktober 2019 begonnen, aber schon als Kind habe ich Kunst geliebt. In der Schule war ich in Kunst-, Bastel- und Zeichenkursen immer sehr gut. Da wusste ich, dass ich das eines Tages beruflich machen möchte.
Warst du schon immer ein Sneaker-Girl, oder hat sich dieses Interesse erst mit der Zeit entwickelt?
Als ich aufgewachsen bin, habe ich oft Sneaker getragen, weil ich ziemlich aktiv war. Als ich dann 2014 in einem Sneaker-Store angefangen habe zu arbeiten, habe ich Sneaker durch die verschiedenen Designs und Styles jenseits ihrer reinen Funktionalität ganz anders wahrgenommen. Seitdem sammle ich nach und nach Modelle, die mir ins Auge stechen – und inzwischen habe ich eine Menge.
Wann kam dir die Idee, Sneaker mit Kunst zu verbinden?
In meiner Kunst bin ich immer auf der Suche nach der nächsten innovativen Idee. Ich liebe es, unterschiedliche Medien zu mischen und Dinge so zu verändern, dass etwas völlig Neues daraus entsteht. Da ich Sneaker liebe, wollte ich mich selbst herausfordern und sie mit Kunst verschmelzen.
Wie kommst du auf Ideen für neue Designs?
Ich gehe wahnsinnig gern in Stoffläden, Bastelläden, Baumärkte und Möbelhäuser, um einfach nach Materialien und Dingen zu stöbern, die in mir Ideen auslösen. Außerdem bin ich viel online unterwegs, schaue mir an, was es schon gibt und was mir gefällt – und überlege dann, wie ich das so verdrehen und weiterdenken kann, dass etwas völlig Neues entsteht, das ich so noch nicht gesehen habe.
Du hast in deinen Arbeiten bereits viele verschiedene Brands gefeatured. Was wäre deine absolute Traum-Collab?
Ich würde supergern mit einer Sneaker-, Streetwear- oder Sportswear-Brand zusammenarbeiten, um meine eigenen Sneaker zu kreieren – und vielleicht sogar eine kleine Clothing-Capsule dazu.
Was war bisher deine liebste Kreation?
Es ist echt schwer, sich zu entscheiden! Zu meinen absoluten Favoriten gehören auf jeden Fall die PUMA-Blumentasche, die ich kürzlich gemacht habe, mein Jelly-Jordan und die Football-Cap aus Footballs, die ich im Auftrag der Toronto Argonauts entworfen habe.
Hast du Pläne, in Zukunft ein eigenes Label zu launchen?
Total gern! Ich arbeite gerade daran, mehr Fashion-Designs in meine Kunst zu integrieren, obwohl ich darin noch keine Erfahrung habe. Es wird sicher etwas dauern, bis ich meinen Weg gefunden habe, aber eines Tages mein eigenes Label zu starten, wäre ein absoluter Traum.
Welchen Tipp hast du für Menschen, die in die DIY- und Upcycling-Szene einsteigen wollen?
Sei authentisch und arbeite hart daran, deine ganz eigenen Ideen zu entwickeln. Viele kopieren einfach nur das, was gerade im Trend ist. Klar, das kann angesagt sein – aber dann bist du eben nur eine*r von vielen. Fordere dich selbst heraus, hab Spaß dabei und bleib dir treu!



















